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50. Glückstädter Matjeswochen : Matjes mit dynamischem Geschmack

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Innenminister Stefan Studt und Bürgermeisterin Manja Biel eröffnen die 50. Matjeswochen mit dem traditionellen Anbiss.

von
erstellt am 09.Jun.2017 | 05:00 Uhr

„Super toller Geschmack, bissig, dynamisch und hält schlank“, sagte Stefan Studt über den neuen Matjes. Mit dem Biss in die jungfräuliche Köstlichkeit eröffnete der Innenminister gestern gemeinsam mit Bürgermeisterin Manja Biel auf dem Marktplatz die 50. Glückstädter Matjeswochen. „Einfach lecker“, kommentierte die Bürgermeisterin die Spezialität. Dat schmeckt“, befand Ralf Krüger, Vorsitzender des Verkehrs- und Gewerbevereins (VGV). Gereicht wurde die Fischleckerei von Albert Gosau auf der Bühne vor zahlreichen Zuschauer. Mit launigen Worten führte Moderator Stefan Wolter durch die Veranstaltung.

Als Veranstalter dankte Ralf Krüger allen Helfern, allen voran Organisatorin und Tourismus-Chefin Sandra Kirbis. Aber auch den Sponsoren Frischemarkt Frauen, Dithmarscher Brauerei, Stadtwerke und Volksbank, ohne die das viertägige Fest so nicht möglich wäre.

Die Matjeswochen seien eines der größten Volksfeste im Land, sagte stolz Bürgermeisterin Manja Biel. Sie wünschte allen einen „guten Appetit“ und bedankte sich bei denen, die die Festivitäten an den vier Tagen möglich machen.

Der Innenminister – zuständig für das Erstaufnahmelager für Flüchtlinge in Glückstadt – dankte dafür, dass sie gut aufgenommen werden. 200 seien zurzeit in der Elbestadt. „Sie alle wollen unterkommen. Nehmen Sie die Menschen auf“, forderte er Besucher der Eröffnung auf. „Wir alle werden reicher und das Land wird bunter.“ Und so betonte er in Bezug auf die Flüchtlinge: „Schleswig-Holstein hat es am besten von allen Bundesländern hinbekommen.“ Glückstadt lobte er als eine tolle Stadt, in der es viel zu erleben gebe.

Und nach dem Anbiss gab es wieder Matjes-Häppchen für das Volk. „60 Kilo Matjes wurden dafür verarbeitet“, sagte Ann-Kathrin Witzdam vom Tourismusbüro, welches die Matjeswochen im Auftrag des Verkehrs- und Gewerbevereins (VGV) organisiert. „Mitarbeiter der Arbeiterwohlfahrt haben sie geschmiert.“ Gesponsert wurde die große Menge vom VGV, vom Tourismusbüro (GDM), dem Verein Aktiv von Glückstadt und der Stadt Glückstadt. „Die Matjes sind der Hammer“, zitierte Ann-Kathrin Witzdam den Produzenten Henning Plotz.

Während Matjes von Plotz auf dem Marktplatz verspeist wurden, kamen die geladene Gäste in den Genuss der Spezialitäten des zweiten Glückstädter Produzenten Heiko Raumann. Traditionell werden Gäste aus Wirtschaft und Politik sowie von Institutionen und den Nachbargemeinden nach dem Anbiss zum Essen ein.

Auch Gäste der Marine aus Eckernförde waren gekommen. Der Kommandeur der dortigen Kaserne Fregattenkapitän Axel Meißel übergab eine Spende in Höhe von 1635,02 Euro aus dem Erlös des Benefizkonzertes des Marinemusikkorps Kiel im Kulturmärz an den Reitverein Glückstadt. Zwischen der Stadt Glückstadt und dem Seebataillon Eckernförde gibt es eine Patenschaft. Deshalb werden die Soldaten auch immer gern eingeladen.

Für musikalische Unterhaltung vor und nach dem Anbiss sorgten der Glückstädter Spielmannszug und der Shantychor De Molenkieker. Das Duo Glüxklang gewann die Herzen der Zuschauer mit Unterstützung des Chores der Bürgerschule und Schülern des Detlefsengymnasiums. Sie sangen das „Glückstadt-Lied“, für das es viel Applaus gab. In den Abendstunden sorgten die Bands The Carbutlers und Tin Lizzy für Stimmung.

An die ersten Matjeswochen am 13. Juni 1968 erinnerte Ralf Krüger. Erfinder der Veranstaltung war der verstorbene ehemalige Bürgermeister Manfred Bruhn. Zu den Klängen des Spielmannszuges fuhr der Logger Baldur in den Hafen ein. Damals war die Veranstaltung mit wenigen Zuschauern überschaubar. Anders in diesem Jahr: Wieder werden Zehntausende von Besuchern erwartet. Vor allem am Wochenende zur zweitägigen Matjesmeile. Anziehungspunkt ist vor allem auch der Hafen, wo zahlreiche Schiffe zur Besichtigung einladen.

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