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Norddeutsche Rundschau

19. Oktober 2017 | 15:41 Uhr

Segelwettfahrt : Match-Race im Alten Hafen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Kräftemessen deutscher Piraten-Segler bei zweitägiger Regatta im Heimatrevier der Seglververeinigung Brunsbüttel.

von
erstellt am 04.Jan.2014 | 08:00 Uhr

Während allerorten die Boote im Winterlager auf den Saisonstart Ende März warten, ruft die Jugendabteilung der Seglervereinigung Brunsbüttel (SVB) heute und morgen zur Wettfahrt der Piraten-Jollen auf. Die „Wa(h)lregatta“ wurde am 31. Dezember 1989 erstmals gestartet und ist seitdem feste Tradition kurz nach Jahresbeginn.

„Das hat sich sich zur Kultregatta in der Piraten-Szene entwickelt“, freut sich Felix Colaci über das weit über die Region hinausreichende Interesse an der Wettfahrt. Der Vorsitzende der SVB-Jugendabteilung hat die zweitägige Regatta gemeinsam mit Lara Habedank organisiert. Sie bezeichnet die Wettfahrt im Alten Hafen als schöne Gelegenheit zum sportlichen Kräftemessen in der Winterpause.

Gemeldet haben sich 17 Crews aus ganz Deutschland. Damit gehen 34 Segler an den Start, je zwei pro Pirat. Diese Bootsklasse gilt als Übergang von den Optimisten der reinen Anfänger zu den größeren Booten – und der Umgang erfordert bereits Segelkenntnisse. 20 bis 25 Knoten Fahrt sollten an diesem Wochenende drin sein, meint Colaci. Damit die Gäste keinen logistischen Aufwand betreiben müssen, wird nur in den beiden baugleichen Piraten der Seglervereinigung gestartet. Wer gegen wen antritt, wird in der heutigen Steuermannsbesprechung festgelegt.

Gesegelt wird nicht auf der Elbe, dem eigentlichen Heimatrevier der Brunsbütteler. Das gilt allein schon wegen der Tiden als sehr anspruchsvoll, hinzu kommt die Berufsschifffahrt. Ausgetragen wird die Wettfahrt daher als Match-Race – jeweils zwei Crews treten gegeneinander an – im Alten Hafen. Die Strecke beträgt etwa eine halbe Meile. Die Boote starten leicht zeitversetzt.

Der erste Start ist für heute, 11 Uhr, vorgesehen. Die Qualifikation für die weiteren Wettfahrten erfolgt im K.O.-System. Morgen geht es dann ab 11.30 Uhr um den Sieg, die Gewinner des Wa(h)lpokals werden gegen 15 Uhr gekürt. In den vergangenen beiden Jahren blieb der Pokal in der Schleusenstadt: Mathis Gosch und Bennet Druwinski erwiesen sich als erfolgreichstes Team. Vom Organisationsduo wird Lara Habedank in See stechen. Sie bildete in der Vergangenheit gemeinsam mit Fynn Ausborm bereits ein auf Erfolg ausgerichtetes Team. Zugleich zählt für sie ein ganz besonderes Kräftemessen bei dieser Regatta: „Das Coole ist, es geht ab 14 Jahren. Da segeln Kinder auch mal gegen ihre Väter.“

Gestern wurden bereits die ersten Gäste erwartet, die in Brunsbüttel übernachten. Heute Abend ist im großen Bootsschuppen Party angesagt, bevor morgen die Final-Fahrten ausgetragen werden. Lara Habedank und Felix Colaci hoffen auf entsprechendes Segelwetter – und auf viele Zuschauer. Denn der Alte Hafen sei optimal einzusehen.

Nach der Regatta heißt es aber auch bei der SVB warten auf den Saisonstart. Die Mitglieder der Jugendabteilung treffen sich regelmäßig, um Theorie zu lernen. Aber äußerest beliebt sind auch die Spielenachmittage. Das halte die Gruppe zusammen, sagt Felix Colaci.

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