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Norddeutsche Rundschau

16. Dezember 2017 | 12:37 Uhr

Glückstadt : Marode Kanäle werden saniert

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Stadtentwässerung investiert fast drei Millionen Euro

von
erstellt am 14.Jan.2016 | 17:00 Uhr

Die Stadtentwässerung investiert in diesem Jahr rund 2,8 Millionen Euro in die Sanierung der Schmutz- und Regenwasserkanäle. Dies teilt Verbandsvorsteherin Christine Meseke mit. Seit Jahren wird das marode Netz in Stand gesetzt, das Sanierungskonzept soll bis 2021 abgeschlossen sein. Die Sanierung hat laut Meseke einen großen Vorteil für die Gebührenzahler: Zwar wurde und wird viel investiert. Doch dies würde sich in den Folgejahren rechnen, weil die Betriebskosten sinken.

Auch in diesem Jahr gibt es zahlreiche Baumaßnahmen. Eines der größten Projekte der Stadtentwässerung ist nach wie vor die Erneuerung und Sanierung der Leitungen in der Nordmarksiedlung: In diesem Jahr steht der vierte von insgesamt sechs Bauabschnitten an. Auf rund 830 Metern Länge werden im Bereich Pappelweg, Elsterweg und Amselweg die Schmutz- und Regenwasserkanäle erneuert. In diese Baumaßnahme investiert die Stadtentwässerung im kommenden Jahr fast 1,3 Millionen Euro.

Hinzu kommt das neue, mehrjährige Bauprojekt am Kommandantengraben. Mit diesem wird im Frühjahr gestartet. „Die alten Leitungen sind in einem sehr schlechten Zustand und zum Teil unterdimensioniert. Da kann es schnell zu Rohrbrüchen mit fatalen Folgen kommen“, so Meseke. Im ersten Bauabschnitt werden auf einer Länge von rund 1000 Metern für zirka 900 000 Euro die Schmutz- und Regenwasserkanäle erneuert, betroffen sind auch die Stichstraßen Am Kommandantengraben und im Holtenborn. Am Kommandantengraben kann wie bei den bisherigen Bauabschnitten der Nordmarksiedlung nur in offener Bauweise gearbeitet werden. Die Stadt und die Stadtwerke Glückstadt nutzen bei dem gemeinsamen Bauprojekt die Gelegenheit, auch ihre Leitungen sowie die Fahrbahn zu erneuern.

Die Stadtentwässerung verfolgt weiterhin das Ziel, bis 2021 das Glückstädter Schmutz- und Regenwasserkanalnetz den gesetzlichen Vorgaben entsprechend zu sanieren. „Im direkten Innenstadtbereich wird es im kommenden Jahr voraussichtlich keine größeren Kanalbaustellen geben.“

Geplant werden in diesem Jahr zudem die Kanalerneuerungen im Holländer Gang und Grüner Weg sowie in der Namenlosen Straße mit dem Dovenfleth. Die Baumaßnahmen sollen später erfolgen. Allein für die Erkundung des Dovenflethes sind 64 000 Euro veranschlagt. Dies ist ein schwieriges Unterfangen. „Es gibt so gut wie keine Unterlagen“, erklärt die Verbandsvorsteherin. Deshalb müsse eine Fremdfirma erst einmal erkunden, wo die Verläufe sind und wie der Baugrund erschaffen ist. Deshalb die hohen Kosten.

Dazu ergänzt die zuständige Ingenieurin Andrea Stegmann: „Der Dovenfleth ist ein uralter Kanal, der vom Hafen über die Namenlose Straße bis hin zum Jungfernstieg führt. „Die Situation dort ist nicht haltbar“, sagt sie zum maroden Kanalnetz. „Das Gefälle ist groß, Grundstücke stehen unter Wasser. Wir müssen das ganze System überprüfen.“ Auch weil es in der Namenlosen Straße bisher kein Regenwassersystem gäbe. „Alles ist zugebaut“, sagt Andrea Stegmann zu den Erschwernissen der kommenden Baumaßnahme. Was aber viele nicht wüssten: „Es ist öffentlicher Grund. Die Arbeiten seien mit einem hohen Aufwand verbunden. „Wir müssen deshalb die Anwohner informieren.“ Denn der Kanal laufe jetzt zwischen den Grundstücken.

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