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Wirtschaft : Marner Brauhaus bringt neue Biere auf den Markt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Dithmarscher-Brauerei in Marne erschließt neue Absatzmöglichkeiten und erweitert ihr Sortiment um ein alkoholfreies und ein naturtrübes Bier.

Rechtzeitig zur Fußballweltmeisterschaft bringt die Dithmarscher Privatbrauerei Hintz zwei neue Biersorten auf dem Markt: das alkoholfreie Pils und ein naturtrübes Bier.

Der Bierkonsum ist seit Jahren rückläufig, damit müssen alle Brauereien umgehen. „Wir müssen flexibel sein, Biere anbieten, die für den Kunden interessant sind“, sagt Norbert Lucks, Geschäftsführer der Dithmarscher Brauerei, und ergänzt: „Der allgemeine Trend zur Regionalität und zur Qualität kommt uns da zugute.“

Mit dem alkoholfreien Bier will die Brauerei eine Lücke schließen. „Das Trinkverhalten hat sich geändert, heute fährt keiner mehr Auto, wenn er ein oder zwei Bier getrunken hat“, so Lucks. Autofahrer verzichten lieber ganz auf Alkohol. Um ihnen dennoch ein geschmackvolles Bier anzubieten, geht die Marner Brauerei neue Wege. Der Entzug des Alkohols wurde aber einem auswärtigen Dienstleister übergeben, da dies räumlich und maschinell zu aufwändig wäre. Wichtiger ist für die Brauerei, den Geschmack zu erhalten und das geht nur, wenn die Aromastoffe im Bier bleiben. „Da kommt man ganz ohne Alkohol nicht aus“, gibt Braumeister Hans Senff zu. Das „Dithmarscher alkoholfrei“ hat 0,3 Prozent (Pils: 4,9). „0,3 – so viel Alkohol ist auch im Obst oder im Brot zu finden, Biere bis 0,5 Prozent dürfen sich alkoholfrei nennen“, erklärt Hans Senff.

Mehr Alkohol hat natürlich das naturtrübe Bier. „Es hat die Hefefrische, ist eine Alternative zum Hefeweizen“, meint der Geschäftsführer. Es wird in der Bügelflasche angeboten, vorerst ausschließlich in Sixpacks. Eigentlich sei es ein klassisches Bier, da die Filtration ausgeklammert wurde. Der Vorgang der Filtration ist erst vor 130 Jahren entwickelt worden, davor war jedes Bier naturtrüb. Dass die Dithmarscher Brauerei hier eine Marktlücke entdeckt hat, verdeutlicht der Erfolg auf der Gastronomiemesse Internorga. „Wir mussten schon nach dem zweiten Tag nachordern“, erzählt Lucks. Auch viele Gastronomiebetriebe haben das Naturtrübe schon in ihr Sortiment aufgenommen.

Der Bierkonsum hängt auch immer vom Wetter ab. Für die Fußballweltmeisterschaft wünscht sich Norbert Lucks daher „tolles Wetter, aber auch nicht zu heiß, dann wird meistens nicht viel Bier getrunken“.

Zufrieden kann er über eine Auszeichnung sein: Die Brauerei wurde von der Landwirtschaftlichen Gemeinschaft zweimal mit Gold ausgezeichnet, für das Dithmarscher Pils und das Dithmarscher Dunkel.

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