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Wochenmarkt : Markt kann auf treue Kunden bauen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Beschicker sind überzeugt: Der Weggang von Edeka bedeutet nicht das Aus in Burg.

Jeden Freitagvormittag ist Wochenmarkt in Burg. Frisches Obst und Gemüse, Kleidung, Blumen, Käse, frischer Fisch, Wurstwaren, Fleisch, Eier und Backwaren – die Angebotspalette ist groß. Marktbeschicker aus dem ganzen Amtbezirk und aus den angrenzenden Kreisen bieten dort seit vielen Jahren ihre Waren an. Nach dem Umzug des Edeka-Marktes in die Bahnhofstraße macht jetzt jedoch ein Gerücht im Ort die Runde, wonach der Wochenmarkt „einschlafen“ wird, weil die Kunden nicht mehr kommen und ein attraktiver großer Marktstand bereits seit einigen Wochen fehlt. Auch der Verkaufswagen von Kalle-Bäcker wird demnächst nicht mehr freitags auf dem Marktplatz sein. „Ich war immer gerne hier auf dem Markt, doch werde ich nun künftig mit meinen Backwaren in Meldorf stehen“, erklärte Jessica Möller.

Ein Bummel über den Markt und Gespräche mit den Händlern zeigen jedoch ein anderes Bild. „In der Winterzeit ist nie viel los gewesen auf dem Markt und gerade in den ersten beiden Monaten des Jahres ist das Angebot auch nicht so groß. Eine ruhige Zeit eben“, stellte Hans-Jürgen Seifried vom Kartoffelhof aus Hohenlockstedt fest. Er ist davon überzeugt, dass bei gleichbleibend guter Qualität die die Händler auf dem Markt bieten das Geschäft mit Beginn der wärmeren Jahreszeit wieder anzieht – wie jedes Jahr. Der Meinung ist auch Helmut Schuldt aus Heiligenstedten, der mit seiner Ehefrau Elke bereits seit den 50er Jahren regelmäßig seine Blumen und Frühblüher am dem Burger Markt anbietet. „Wir sind immer gerne hier. Sicher ist so früh im Jahr nicht viel los, aber wenn erst einmal alle Marktbeschicker wieder da sind, können auch alle zufrieden sein. Ich denke nicht, dass der Wochenmarkt einschlafen wird, nur weil der Supermarkt fehlt“, sagte er. Geblieben ist die Kundschaft auch beim Stand des Geflügelhof Mohr, wo Kerstin Hargens zwar in der ersten Woche nach dem Umzug des Marktes einen leichten Rückgang feststellte, dies sei aber „völlig normal, weil die Leute eben neugierig sind und das neue Geschäft in Augenschein nehmen möchten“. Wie sie merkte auch der Grieche zunächst einen kleinen Rückgang. Miri Almiros und Salem Ramadan aus Schleswig stehen erst seit drei Monaten auf dem Burger Markt, haben sich schon eine kleine Stammkundschaft geschaffen und werden dem Ort treu bleiben.

Der Wochenmarkt ist für viele Besucher auch ein Ort, an dem Zeit bleibt ein wenig mit Bekannten zu plaudern, vielleicht neueste Ereignisse aus dem Ort auszutauschen oder Geschichten aus der Region zu erfahren. Das sagen auch viele Burger, die den Vorteil erntefrischer Waren aus der Region vorziehen und schon deswegen regelmäßig auf dem Wochenmarkt einkaufen. „Ich denke, dass der Wochenmarkt auch weiter bestehen wird. Ich werde ihm in jedem Fall treu bleiben und mit mir sicher auch alle anderen, die hier Freitags einkaufen“, ist auch Kristina Mohrfeldt überzeugt.

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erstellt am 26.Feb.2014 | 17:12 Uhr

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