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Info-Veranstaltung : Markt gegen die Wegwerf-Mentalität

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Arbeiterwohlfahrt und die Kreisverwaltung informieren über nachhaltige Verwendung von Ressourcen.

Wette gewonnen hieß es am Ende des Vormittags für Bürgermeister Andreas Koeppen. Beim Markt der Nachhaltigkeit war es den Bürgern der Stadt gelungen, einen Transporter mit ihren Kleiderspenden zu füllen und so blieb es dem Bürgermeister erspart, für seinen Wettpartner, die Arbeiterwohlfahrt Bildung und Arbeit (Awo BA), Kleidercontainer im Stadtgebiet zu leeren. Stattdessen spendet nun die Awo ihren Wetteinsatz von 500 Euro an den Hospizverein. „Ich freue mich, dass so viel gut erhaltene Kleidung zusammengekommen ist“, sagte Koeppen. „Wenn es drauf ankommt, halten die Itzehoer eben zusammen.“ Denn was Koeppen besonders freut: Die Altkleider werden nicht in andere Länder verschifft oder zu anderen Produkten umgearbeitet, sondern kommen, zum Beispiel über das Sozialkaufhaus der Awo, direkt bedürftigen Menschen aus Itzehoe und Umgebung zugute.

Eine Rundreise mit Awo-Geschäftsführer Martin Meers will Koeppen aber in Kürze trotz der gewonnen Stadtwette machen – dann nicht zum Container-Leeren, sondern um sich über die Arbeit der Awo zu informieren. Die sei ein wichtiger und verlässlicher Partner der Stadt im sozialen Bereich und leiste in der Region wertvolle Arbeit. Auf einen Teil davon machte die Awo mit dem Markt der Nachhaltigkeit die Bevölkerung aufmerksam. Gemeinsam mit der Abteilung Abfallwirtschaft des Kreises Steinburg hatte Meers die Veranstaltung auf dem Parkplatz an der Breitenburger Straße mit seinem Team organisiert und eine Reihe von weiteren Ausstellern gewonnen, die ihre Projekte zum Thema Nachhaltigkeit präsentierten. „In Dithmarschen gab es schon mehrere dieser Veranstaltungen, nun die erste im Kreis Steinburg. Wir sind zufrieden mit dem Verlauf“, so Meers. Viele Schulklassen und Kita-Gruppen seien dort gewesen, aber auch Besucher des nahen Wochenmarktes. „Wir hatten Gäste im Alter von drei bis achtzig Jahre dort.“

Die konnten sich bei einer ganzen Reihe von Ständen informieren. „Alle Anbieter, die sich hier in Itzehoe mit der Verwertung alter Kleidung beschäftigen, waren dort“, sagte Meers. Unter anderem präsentierten sich der Weltladen am Turm, Steinburg Sozial, der Verein FairWertung und mehrere Schulen und Kitas mit entsprechenden Projekten. „Es gab zahlreiche Anregungen rum um Themen wie Meeresverschmutzung, Abfallvermeidung und Wiederverwendung“, sagte Meers. Dabei ging es nicht nur um Kleidung: Unter anderem wurden auch gebrauchte Rollatoren und Rollstühle gesammelt, die allerdings nicht mehr in Deutschland, sondern im afrikanischen Burkina Faso wiederverwendet werden sollen. Martin Meers: „Wir haben bald wieder 20-Fuß-Container voll. Der geht dann direkt nach Afrika.

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erstellt am 21.Jul.2017 | 05:07 Uhr

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