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Itzehoe : Markt der Nachhaltigkeit : Buntes Programm mit Stadtwette

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Arbeiterwohlfahrt Bildung und Arbeit, Steinburg Sozial und der Kreis Steinburg wollen mit einem fröhlichen Fest auf ein Problemthema aufmerksam machen.

Der Pullover – seit Jahren ungetragen. Die Bluse – ein Fehlkauf aus dem vorigen Sommer. Die Hose – sitzt nicht mehr perfekt. Der Rock – zu ihm gibt es keine passende Oberbekleidung mehr. Unzählige nicht mehr getragene Kleidungsstücke – Umfragen zufolge mehr als fünf Milliarden Textilien – liegen in den deutschen Kleiderschränken rum. Oder die wenig genutzte, aber gut erhaltene Kleidung landet schon nach kurzer Zeit auf dem Müll. Dabei kann sie in die Sammlung gegeben werden und für andere ein klasse Outfit ergeben.

Auf das Problem der Textilverwertung aufmerksam machen wollen die Arbeiterwohlfahrt (Awo) Bildung und Arbeit, Steinburg Sozial und der Kreis Steinburg (Abteilung Abfallwirtschaft) mit einem Markt der Nachhaltigkeit. Unter dem Motto „Ist doch schade drum! Ideen für alte Kleidung“ sollen nicht mit dem erhobenen Finger, sondern vielmehr mit einem fröhlich-bunten Programm Erwachsene und vor allem Kinder und Jugendliche für das Thema sensibilisiert werden. Am Donnerstag, 20. Juli, findet die Veranstaltung von 9.30 bis 12.30 Uhr auf dem Meierei-Parkplatz an der Breitenburger Straße in Itzehoe statt. Die Initiatoren kündigen dazu Musik, Interviews und viele Infos an. Im Mittelpunkt werden aber Aufführungen – unter anderem eine Modenschau auf der Bühne – und Mitmach-Aktionen der Kindertagesstätten und Schulen aus dem Kreisgebiet stehen. Zudem gibt es ein Umweltquiz, und auch eine Stadtwette mit Itzehoes Bürgermeister Andreas Koeppen ist geplant.

„Wir wollen mit der Aktion nicht nur auf den Überfluss in unserer Gesellschaft hinweisen, sondern auch zeigen, dass nicht gleich jedes unmoderne Kleidungsstück auf dem Müll landen muss, sondern durchaus weiterverwertet werden kann“, erklärt Landrat Torsten Wendt. Da setzen die Veranstalter insbesondere auf die Kreativität der Kita-Kinder und Schüler, die in Projekten ihrer Fantasie freien Lauf lassen können. „Über die Zusammenarbeit mit jungen Menschen erreichen wir ein weiteres Stück Nachhaltigkeit“, ist Martin Meers, Geschäftsführer der Awo Bildung und Arbeit, überzeugt. Denn: „Wenn sie später beim Kaufen und bei der Entsorgung ein wenig mehr nachdenken, ist schon vieles gewonnen.“ Bei der Meeresverschmutzung spielen Textilien die größte Rolle – durch das Waschen beispielsweise gelangt Mikroplastik in den Wasserkreislauf. Wichtig für den Markt der Nachhaltigkeit sei aber, dass die Aktion „allen Beteiligten Spaß macht und die Menschen über die Region hinaus zum nachhaltigen Denken und Handeln bewegt“.

Bei der Stadtwette sind dann auch alle Erwachsenen gefordert, mitzumachen – vor allem Bürgermeister Andreas Koeppen wird sich sicher über große Unterstützung aus der Stadt freuen. Denn es gilt, innerhalb des Veranstaltungszeitraums einen Laster mit getragener, gut erhaltener Kleidung zu füllen. Gespendet werden können, beziehungsweise sollten auch Tischwäsche, Gardinen, Bettwäsche und Handtücher. Wie groß der Laster sein wird, verriet Martin Meers noch nicht. Auch nicht, welche Aufgabe der Verlierer – entweder der Bürgermeister oder die Awo – erfüllen muss. Andreas Koeppen ist auf jeden Fall optimistisch: „Die Itzehoer werden das schaffen!“

In den nächsten zwei Monaten gilt es nun, die heimischen Kleiderschränke zu durchforsten und so viele gut erhaltene Textilien wie möglich am 20. Juli zum Markt der Nachhaltigkeit zu schaffen.

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Kontakt für Kitas und Schulen, die sich noch nicht gemeldet haben: Projektleiterin Monika Horst, Awo Bildung und Arbeit, 04821/673572; E-Mail: Monika.Horst@AWO-BildungundArbeit.de

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erstellt am 14.Mai.2017 | 08:05 Uhr

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