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Über 250 Besucher : Maritimer Konzertgenuss begeisterte

vom
Aus der Redaktion der Wilsterschen Zeitung

Wilsteraner Shantychor „Die Nordlichter“ steht mit den Hamburger Tampentrekkern und der Storyville-Jazzband auf der Colosseumsbühne. Publikum belohnt Musiker mit starkem Applaus.

Es war ein Riesenfest für die Sinne. Über 250 Besucher erlebten im Colosseum den Auftritt von zwei Shantychören und einer Jazzband. Der hiesige Shantychor „Die Nordlichter“ hatte diesen unterhaltsamen Nachmittag organisiert und dazu zum ersten Mal den Hamburger Chor „De Tampentrekker“ eingeladen. Dieses gut 30-köpfige Vokalensemble ist ständiger Gast in der TV-Sendung „Inas Nacht“ mit Ina Müller und daher einem breiten Publikum bekannt.

Schon der Einmarsch der maritim gekleideten Sänger begeisterte die Besucher. Vornweg der Hamburger Wasserträger „Hummel Hummel“ in seiner historischen Kleidung, danach ein Sänger mit der Schiffsglocke und anschließend alle Sänger, die – ihrem Chornamen entsprechend – einen dicken und schweren Schiffstampen geschultert hatten. Auf der Colosseumsbühne rissen die Tampentrekker gleich alle Besucher im Saal mit. Die Sänger hatten, wie ihr Vorsitzender Lothar Überall versicherte, für den 50-minütigen Auftritt einen bunten Strauß mit Melodien von der Küste, von der Seefahrt und Shantys gebunden. Ob sie „Nimm mich mit, Kapitän“ oder den „Hamburger Veermaster“ anstimmten – die Besucher erwiesen sich als überaus textsicher. Als der Chor seinen Gesang urplötzlich unterbrach, hatte der musikalische Leiter Tim Hussmann keine Probleme, das Publikum zum lautstarken Mitsingen zu animieren. „Und dann haben wir für Anne ein spezielles Lied einstudiert. Ist hier eine Anne im Saal?“, fragte ein Sänger und gab sich mit einer Annegret zufrieden. Für sie sangen die Tampentrekker „An’ne Elbe, an’ne Alster, an’ne Bill“. Als sie „Leinen los, Santiano“ anstimmten, waren die Besucher schier aus dem Häuschen. Sie klatschten im Takt, schunkelten Arm in Arm und sangen nach Kräften mit. Nach „Lebe wohl, auf Wiedersehen“ sollte eigentlich Schluss sein, aber als Zugabe gab es dann noch „Rolling Home“ drauf zu.

Lothar Überall bedankte sich mit einem Präsent an den Nordlichter-Vorsitzenden Hans Otto Sönnichsen für die Einladung zu diesem Auftritt, und dieser revanchierte sich mit zwei Flaschen „Wilsteraner Köm“ bei Lothar Überall und Tim Hussmann.

Einleitend hatte Hans Otto Sönnichsen allen gedankt, „die dafür gesorgt haben, dass heute alles klappt“. Ganz besonders zielte er damit ab „auf unsere Frauen, die unermüdlich Kuchen gebacken und die Tische geschmückt haben“. Ebenso galt sein Dank der technischen Bühnencrew sowie dem gesamten Organisationsteam. Kaffee und Kuchen satt wurden gern genossen und waren im Eintrittspreis enthalten.

In die Herzen der Besucher spielte sich auch diesmal wieder die Storyville Jazzband aus Rendsburg um Bandleader Hans-Georg Zelewski. Er ist Wilster eng verbunden, ist er doch hier zur Schule gegangen. Er erinnerte an seine erste Klassenlehrerin Erna Klein vor 64 Jahren. Bei Uwe Carstensen erlernte er das Trompetenspiel. Dieser griff im Laufe des Konzerts selbst zur Trompete, um mit den Jazzern „Amacing Grace“ unplugged zu spielen. Mit Dixieland- und New-Orleans-Jazz fanden die Storyville-Jazzer genau den Geschmack der Zuhörer.

Den Schlusspunkt setzten die gastgebenden „Die Nordlichter“ mit ihren beliebten Seemannsliedern und Shantys. Zu ihrem Programm gehörten viele Titel ihrer jüngsten CD „Boten der Heimat“. Dabei kamen auch Solisten zum Einsatz: Hans-Eggert Fahl, Armin Holtorf, Andreas Hübner, Harald Steinke und Hans Otto Sönnichsen.Die Nordlichter und die Tampentrekker boten an diesem Nachmittag ebenso ihre CDs an wie die Rendsburger Jazzband.

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