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Norddeutsche Rundschau

22. September 2017 | 11:57 Uhr

Maritime Sehstücke im Landgericht

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

„Mit einem Mal musste ich mich richtig ins Zeug legen!“ Theresa Fritz lächelt, denn sie nahm die Herausforderung an, als Dietmar Wullweber vom Verein Justiz und Kultur im Landgericht anfragte, ob sie statt 2018 schon jetzt ihre Bilder zeigen könnte. Nach vielen Jahren in Itzehoe stellt sie sich endlich als Malerin vor. Der Titel: „Sehstücke“.

Dabei bleibt sie bei den 24 Werken nicht im Mittelformat. „Ich wollte hier auch die Möglichkeit wahrnehmen, große Bilder auszustellen“, verrät die Künstlerin. Eine Werkgruppe dokumentiert dabei ihre Faszination von alten Schiffskörpern, oft im Großformat. Beeindruckend illusionistisch scheinen sich Schraubenköpfe oder auch Zahlen aus der Leinwand abzuheben. Dazwischen hängte sie einige kleine Kammerstücke: drei Fische, drei Segelboote.

Die dritte Gruppe bilden ihre impressionistisch aufgefassten Küstenbilder. Viel Himmel, immer wieder Wasser und Wellen. Atmosphärisch dicht, auch mit sichtbar gebliebenen Pinselstrichen. Sie wolle aus der Fein-Fein-Manier herauskommen und großzügiger, expressiver malen, so Theresa Fritz.

Welches Bild malte sie zuletzt? Das Bild „Wolkenspiel“, Nummer 13, Ist zur Eröffnung auch noch nicht ganz trocken, gesteht sie. Hat keiner gemerkt. Das liegt sicher auch an Olaf Plotz, der die Bilderschau immer wieder mit einem fluffigen Klangteppich untermalt und das Publikum auch damit erreichen und berühren kann.

Bei einem seiner Stücke bekommt Theresa Fritz selbst eine Trommel in die Hand und liefert das Meeresrauschen – passend zum maritimen Themenkreis der Ausstellung. „Das Meer ist meine große Leidenschaft“, sagt sie mit leuchtenden Augen.

Zurzeit studiert sie Malerei und Grafik in Bochum, inzwischen in der Meisterklasse, und wird im Oktober ihr Diplom machen. Dafür wird sie auf der jetzigen Ausstellung im Landgericht aufbauen und die künstlerischen Wege weiterführen.

Einen Blick auf ihr Werk wagt der Itzehoer Künstler Manuel Zint in seiner Laudatio. „Diese Bilder machen den Raum zu einem schönen Ort“, attestiert er. „Sie leben von Kraft und Klarheit.“ Außerdem ruft er dazu auf, sich entgegen der permanenten räumlichen und zeitlichen Verfügbarkeit auf den Weg zu machen, um Kunst im Original zu erleben. Glücklicherweise haben sich viele zur Eröffnung eingefunden. Das gibt Hoffnung.


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„Sehstücke“: Zu sehen bis 17. November, montags bis freitags 8.30 bis 15.30 Uhr.


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