Störschipper und Bekau-Chöre : Maritime Klänge zum Doppel-Jubiläum

Vorsitzender Gerd Biermacher und seine „Störschipper“ begrüßten die Gäste zum Jubiläumskonzert.
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Vorsitzender Gerd Biermacher und seine „Störschipper“ begrüßten die Gäste zum Jubiläumskonzert.

Mit einem großen Konzert feiern der Singekreis Bekau und die Itzehoer Störschipper gemeinsam Jubiläum. Vor 60 Jahren wurde der Singekreis, vor 25 Jahren die Störschipper gegründet. Allerdings fehlt es heute an Nachwuchs-Sängern.

shz.de von
19. November 2013, 12:00 Uhr

60 Jahre lang besteht der Singekreis Bekau und auf sein 25-jähriges Bestehen kann zur gleichen Zeit der Shantychor „Itzehoer Störschipper“ zurückblicken. Das Doppeljubiläum wurde mit einem großen Chorkonzert im Colosseum Wilster gefeiert. Glückwünsche und Geldgeschenke für die Chorgemeinschaft ebenso wie für die „Störschipper“ hatten Kreispräsident Peter Labendowicz, der Itzehoer Bürgervorsteher Heinz Köhnke sowie der Wilsteraner Bürgermeister Walter Schulz mitgebracht.

Bei Kaffee und Kuchen im fast vollbesetzten Colosseumsaal würdigte der Kreispräsident den Singekreis Bekau als ein Teil der Kultur- und Kreisgeschichte. Es sei eine großartige Leistung, die Chorgemeinschaft über die Dauer von 60 Jahren zu pflegen und aufrecht zu erhalten. Der Kreis Steinburg sei – und dazu trügen der Singekreis ebenso wie die Störschipper bei – in der Pflege von Tradition und Brauchtum gut aufgestellt. Er wünschte beiden Jubilaren, dass sie auch zukünftig die Kultur des Kreises mit ihrem Gesang bereichern werden.

Itzehoes Bürgervorsteher Heinz Köhnke gratulierte dem Singekreis Bekau zu 60 Jahren erfolgreicher Musikgeschichte. „Musik ist die gemeinsame Sprache aller Menschen“, bestätigte Köhnke. Die „Störschipper“ gehörten seit 25 Jahren und der Singekreis Bekau seit 60 Jahren zu den musikalischen Botschaftern der Stadt Itzehoe beziehungsweise des Kreises Steinburg. Mit einem besonderen Dank an Livio Revent für die musikalische Leitung des Shantychores überreichte er dem Vorsitzenden der Störschipper, Gerd Biermacher, das Wappenschild der Stadt Itzehoe. „Sie haben den musikbegeisterten Menschen unserer Region mit Ihren Auftritten so manche schöne Stunde bereitet“, bescheinigte Bürgermeister Walter Schulz den Chören.

Als Vorsitzender des Singekreises erinnerte Gerhard Dose aus Hohenaspe an die Anfänge des Singekreises, der am 26. April 1953 gegründet worden sei. Das Ziel: Alle Chöre aus Itzehoe und auch den Amtsbezirken Itzehoe-Land, Wilstermarsch und Schenefeld zusammenzuführen, die einen Bezug zur Bekau haben. In der Blütezeit gehörten dem Singekreis elf Chöre an. Ihre Zahl sei heute auf nur noch sieben geschrumpft. „Uns fehlt der Nachwuchs“, bedauerte Dose. Das spüre auch sein Heimatchor in Hohenaspe. „Wir sind nur noch 20 aktive Sänger.“ Der Chor werde sein Liedprogramm umstellen müssen, weil nicht mehr alle Stimmen ausreichend stark besetzt werden könnten.

Die „Itzehoer Störschipper“ hätten im Februar 1988 ihr erstes Konzert in St. Margarethen gegeben. Ihr Konzert zur Jubiläumsfeier stand unter dem Motto „Segeln Sie mit uns musikalisch um die weite, weite Welt“. Nach dem Begrüßungsshanty der Störschipper genossen die Gäste den Gesang der Asper Daklünken von 1986 unter der Leitung von Siegrun Marschke, des Männergesangvereins „Frohsinn“ Vaale von 1894 (Leitung Edda Sommer), des Frauenchores Heiligenstedtenerkamp (Leitung Siegrun Marschke), der Itzehoer Liedertafel von 1841 „Die Steinburger“ (Leitung Livio Revent), des Männergesangvereins „Einigkeit“ von 1882 Hohenaspe (Leitung Gregor Simon), des Gemischten Chores Wacken (Leitung Klaus Schneider) und der „Itzehoer Störschipper“. Mit den „Nordseewellen“ als gemeinsamem Abschiedslied klang die Veranstaltung aus.

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