Traditionsfeier in Glückstadt : Maiparty ohne Feuer

Bereits der Qualm des Kinderfeuers setzte Musiker und Standbetreiber außer Gefecht. Deshalb wurde der große Scheiterhaufen gar nicht erst in Brand gesteckt.
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Bereits der Qualm des Kinderfeuers setzte Musiker und Standbetreiber außer Gefecht. Deshalb wurde der große Scheiterhaufen gar nicht erst in Brand gesteckt.

Der Wind hat in Glückstadt das traditionelle Maifeuer verhindert – gefeiert wurde trotzdem.

shz.de von
02. Mai 2018, 04:49 Uhr

Etwa 4000 Gäste haben Montagabend die Maifeuer-Party der Glückstädter Feuerwehr besucht. Auch wenn diese aufgrund der Windböen erstmals ohne das traditionelle Feuer auskommen musste, herrschte auf dem eingezäunten Multifunktionsplatz ausgelassene Stimmung. Nach Angaben der Polizei ist die Veranstaltung völlig unspektakulär verlaufen. Lediglich eine 15-jährige Elmshornerin musste völlig betrunken von ihren Eltern abgeholt werden. Zudem wurde einem pöbelnden Gast ein Platzverweis erteilt.

Bereits um 8.30 Uhr hatten sich Wehrführer Ties Tießen und einige Freiwillige getroffen, um den Platz herzurichten. Unterstützt wurden sie von der Firma Holtmann & Burgdorf, die mit Kinderkarussell, Buden und Verpflegungsständen für das Jahrmarktgefühl sorgte.

Als gegen 18.30 Uhr die Jugendfeuerwehr ihre Feuerkörbe und das Kinderfeuer entfachten, bildeten sich auf der Stirn des Wehrführers erste sorgenvolle Falten. Grund: Der Wind hatte früher als erwartet auf Südwest gedreht. Entsprechend zog der Qualm über das Veranstaltungsgelände in Richtung Bühne, und gerade erst geöffnete Getränkestände mussten ihre Luken schließen. Während sich etliche Kinder beim Stockbrotbacken vergnügten oder das Kinderkarussell enterten, ließen sich andere zur flotten Musik des Glückstädter Spielmannszuges Crepes, Schaschlik oder ein Bier schmecken.

Der Wind wollte nicht drehen und frischte sogar noch auf. Sven Kabel von der Glückstädter Feuerwehr: „Wir bitten um Verständnis, wenn unser Feuer wegen des Windes – wenn überhaupt – erst in einer halben Stunde angezündet werden kann.“ Zeitgleich heizte die Band Private Imitate ohne lästigen Qualm und Funkenflug den Besuchern mit guter handgemachter Musik tüchtig ein.

Obwohl das Feuer aus blieb, gab es nur wenige enttäuschte Besucher. „Allerdings waren einige Gäste auch richtig böse und wollten sogar die 3 Euro Eintritt zurückhaben“, bestätigte der Wehrführer Thießen. Überwiegend aber herrschte gute Stimmung. Das Musikprogramm endete gegen Mitternacht. Zurück blieb ein großer Scheiterhaufen, der jetzt zeitnah bei günstigeren Winden im Rahmen einer spontanen Feuerwehrübung abgebrannt werden soll.

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