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Norddeutsche Rundschau

19. Oktober 2017 | 13:55 Uhr

Männerabend mit Tabak und Gesang

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

157. Fest der Handwerker mit zahlreichen Gästen / Handwerker-Stammtisch

shz.de von
erstellt am 17.Feb.2015 | 15:26 Uhr

Reichlich Qualm aus Tonpfeifen, viel Gesang und Gelächter und die eine oder andere Spitze in den Redebeiträgen: Beim diesjährigen Fest der Handwerker am Rosenmontag wurde die 157-jährige Geschichte der Veranstaltung traditionsbewusst fortgeschrieben.

Neben den Mitgliedern des Glückstädter Handwerker-Stammtisches, die das Fest organisieren, waren auch weitere Handwerker und zahlreiche Gäste aus Politik und Verwaltung, unter anderem der Bundestagsabgeordnete Mark Helfrich (CDU) und der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion in Kiel, Hans-Jörn Arp, ins Hotel Anno1617 am Marktplatz gekommen, um gemeinsam zu feiern. Allein die jüngere Generation der Handwerker war, bis auf wenige Ausnahmen, kaum vertreten.

Für Stimmung sorgte besonders der Shanty-Chor De Molenkieker, der stimmgewaltig gemeinsam mit den Teilnehmern zahlreiche Lieder sang. Bei den Büttenreden ernteten Hans-Jörn Arp und Herbert Frauen den meisten Applaus. Während Arp das Publikum mit Geschichten aus der Landespolitik erfreute, ging Frauen als pensionierter Mathelehrer „op platt“ der Fragen nach, wie Zahlen unser Leben beeinflussen und was beispielsweise die IBAN-Nummer mit der Politik gemeinsam habe („Besteht zur Hälfte aus Nullen“). Beide Redner waren bereits zum wiederholten Male zu Gast beim der Glückstädter Traditionsveranstaltung und wurden dafür – obwohl selbst keine Handwerker – von Stammtisch-Sprecher Klaus Kühn mit einem Orden ausgezeichnet.

Ernst wurde die ansonsten heitere Veranstaltung als Kühn der Politprominenz aus Berlin und Kiel mit auf den Weg gab, dass sie sich für den Schutz des deutschen Meisterwesens im Handwerk auf europäischer Ebene einsetzen solle.

Bei manchen Ideen aus Brüssel frage er sich, ob die „hohen Herren noch alle Latten am Zaun hätten“, sagte Kühn. Die ganze Welt beneide Deutschland, um seine Handwerksordnung und die dürfe nicht kaputt gemacht werden.

Für einen Glückstädter Handwerksmeister war das 2015er Fest ein besonderes Jubiläum: Seit 50 Jahren ist Bäcker Reinhold Witt dabei. Was ihn freute, war, dass in diesem Jahr wieder die Tradition der reinen Männergesellschaft gepflegt wurde, von der in der Vergangenheit regelmäßig Ausnahmen gemacht worden waren. Witt: „Endlich sind wir mal wieder ganz unter uns.“

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