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Norddeutsche Rundschau

23. Oktober 2017 | 10:32 Uhr

Männer am Steuer sind risikofreudiger

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 11.Okt.2015 | 15:46 Uhr

„Von den 58 Teilnehmern kommen fünf Fahrer aus Glückstadt“, freut sich Paul Roloff, Vorsitzender des Glückstädter Motorsportclubs (MSC), der in diesem Jahr die Deutschen Meisterschaften im Geschicklichkeitsfahren ausrichtet. Auf dem großzügigen Gelände hinter dem Stadtwerkegebäude trafen bereits am Freitagabend die ersten Fahrer aus dem gesamten Bundesgebiet ein. Vor allem Nordrheinwestfalen war mit vielen Fahrern vertreten.

Unter den 58 Fahrern waren auch 15 Frauen. Eine beachtliche Zahl, auch wenn sich Paul Roloff wünschen würde, dass mehr Frauen zu diesem Sport finden würden. Denn hier geht es mal nicht nur darum, der Schnellste zu sein. Wichtig ist es auch vor allem, Geschick im Umgang mit dem eigenen Fahrzeug zu beweisen. Zehn Aufgaben haben die Fahrer zu meistern. Dabei geht es um enge Parklücken, vorwärts und rückwärts zu durchfahrene Engpässe oder auch das passgenaue Halten an vorgegebenen Punkten. „Die Aufgaben beim Geschicklichkeitsfahren sind eigentlich immer die gleichen, nur im Aufbau unterscheiden sie sich bei den einzelnen Turnieren“, berichtet Roloff von seiner Sportart. Er selbst hat sich bereits mehrfach für den Bundesentscheid qualifiziert, in diesem Jahr widmete er sich jedoch ganz der Organisation desselben.

Viele Helfer waren beim 45. ACV-Bundesgeschicklichkeitsturnier für Automobile in Glückstadt im Einsatz, hatten den Platz hergerichtet, zählten die Fehlerpunkte, richteten die Hindernisse zentimetergenau auf jedes Fahrzeug aus, werteten aus und sorgten rundum für einen reibungslosen Ablauf. Dabei zeigt sich ihnen der Wettergott sehr gesonnen. Bei wolkenlosem Himmel konnte der gesamte Wettkampf durchgeführt werden. Der Regen der vergangenen Tage war schon am frühen Sonnabendmorgen weggetrocknet und der Austragungsort in bester Verfassung.

In drei Durchläufen mussten die Fahrer ihr Können unter Beweis stellen. Dabei zeigten sich die männlichen Fahrer insgesamt risikobereiter, während die Damen eher auf Sicherheit fuhren. Nach dem zweiten Durchgang lag dann auch der Glückstädter Dirk Lüders vorne. Er hatte ordentlich auf die Tube gedrückt und trotzdem zwei Durchgänge mit null Fehlern absolviert. „Je schneller Dirk fährt, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit bei ihm, dass er null Fehler fährt“, freute sich Roloff für seinen rasanten Vereinskollegen. Im dritten und entscheidenden Durchgang kam es dann eigentlich nur noch darauf an, wer die besseren Nerven bewies. Nur wer bei null Fehlern in einer wirklich guten Zeit den Parcour schaffte, hatte Chance auf den Sieg. Und das war in diesem Jahr Frank Zengerling als einziger Fahrer mit null Fehlern. Lüders kam schließlich mit einem Fehler auf den zweiten Platz. Auf dem dritten Platz lag Claus Lutz. In der Damenwertung siegte Manuela Manske vor Margit Rupp und Ingrid Hirth.

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