zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

18. Oktober 2017 | 07:59 Uhr

Lustige Augenblicke

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Theaterformation aus Kiel lockt vor allem junges Publikum in den Kulturhof

Nur eine Vorstellung gab es in Itzehoe und die war ausverkauft. Die Aufführung des Shakespeare-Klassikers „Was ihr wollt“ des Theaters Augenblicke aus Kiel lockte an die 200 Besucher in den Kulturhof. Einen Stuhl nach dem nächsten musste das Team um Organisator Sören Zanner in den Zuschauerraum stellen.

Das Publikum war jung, was auch an der Verbindung zu Schauspielern aus Itzehoe lag. Sarah Piller (19 Jahre) und Elisabeth Cornies (17) spielen Theater an der Kaiser-Karl-Schule (KKS). Das Stück haben sie schon selbst aufgeführt. Sie wollten vor allem sehen, wie man den Stoff umsetzen kann. „Es sind so ziemlich alle aus unserer Theatergruppe hier“, so Piller. Ehrensache, denn einige der Schauspieler auf der Bühne haben ihre erste Bühnenerfahrung ebenfalls an der KKS gemacht. Elisabeth Cornies: „Es ist gut umgesetzt mit diesen lustigen Sachen, es geht sehr ins Moderne.“

Unbeschwert inszeniert Regisseur Detlef Götz die beliebte Komödie. Mit viel Wasser beginnt das Stück. Viola (Wencke Höfgen) wird nach einem Schiffsunglück an die Küste Illyriens gespült, ihr Zwillingsbruder Sebastian scheint ums Leben gekommen zu sein. Als Mann verkleidet tritt sie in den Dienst des Herzogs Orsino (Oliver Prott), der unsterblich in die Gräfin Olivia (Julia Hasenpusch) verliebt ist. Viola, die sich jetzt Cesario nennt, wird vom Herzog beauftragt, seine Liebesbotschaften an die Gräfin zu übermitteln. Olivia verliebt sich jedoch in den „jungen Mann“. Viola ihrerseits hat Gefühle für den Herzog. Als sich dann noch diverse weitere Figuren (Marco Bartsch, Harry Tobinski-Ahrens, Nadeshda Gerdt, Carsten Kühl, Eggert Harms und Lasse Bodenstein) einmischen und der tot geglaubte Zwillingsbruder wieder auftaucht, ist das Chaos perfekt.

Die Bühne braucht nur ein paar Holzwürfel, aus denen Schloss, Wald und Kapelle werden. Vor allem die Klavierbegleitung (Eggert Harms) und die Liedeinlagen bringen ordentlich Stimmung. Manche Szene, manches Lied erscheint urkomisch. So ist es kein Wunder, dass zwei Narren (Katharina Buczylowski und Lara Götz) durch das Stück führen. Das Publikum jedenfalls ist begeistert.

Esther Kruse ist mit ihren Töchtern Mareile (10 Jahre) und Janna (11) gekommen, um die jüngste Darstellerin des Abends zu sehen: „Als wir gehört haben, dass Lara mitspielt, wollten wir kommen.“ Auch Doris Gorlo kam mit Sohn Noah (12 Jahre), der mit Lara die Augste-Viktoria-Schule besucht. „Wir sind mit den Kindern gekommen, weil es eine Komödie ist, die Sprache ist gut verständlich.“ Besonders gelungen fand sie die minimalistische Bühne. Esther Kruse gefiel auch die Musik: „Die Liedeinlagen waren natürlich super, gerade die neueren Songs.“


Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen