zur Navigation springen

AZUBIZ : „Lust auf den Beruf ist das Wichtigste“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Was will ich werden? Welcher Beruf passt zu mir? Auf der Berufsmesse AzubIZ am 13. September 2013 können Schüler sich über verschiedene Berufe informieren. Vorab stellen wir in lockerer Reihenfolge einige Ausbildungsberufe vor. Heute: Kfz-Mechatroniker.

shz.de von
erstellt am 08.Sep.2013 | 17:00 Uhr

Im Blaumann läuft Vanessa Runde durch das Lager, sucht Teile heraus und notiert, was verbraucht wurde. Nebenan in der Werkstatt durfte sie schon den Kollegen über die Schulter schauen, bei Ölwechseln oder Inspektion mithelfen. Seit Anfang August macht die 17-jährige eine Ausbildung zur Kfz-Mechatronikerin bei Hellwig + Fölster in Kellinghusen.

In ihrem Ausbildungsbetrieb wurde sie herzlich aufgenommen. Da sie die erste weibliche Werkstattmitarbeiterin ist, wurden – extra für sie – sogar die sanitären Anlagen und Umkleideräume umgebaut. Ob Männlein oder Weiblein ist für Werkstattleiter und Kfz-Meister Matthias Preuß egal: „Das Wichtigste ist die Lust auf den Beruf!“

So wie bei Vanessa: „Von klein auf hatte ich Interesse daran, zu verstehen, wie die Dinge funktionieren“, so die Wristerin. In der Familie und im Freundeskreis gibt es einige Mechatroniker, mit denen Sie auch in ihrer Freizeit gern an Autos und Motorrädern herumschraubt.

An ihrem Ausbildungsplatz lernt sie im ersten Lehrjahr zunächst Grundkenntnisse kennen: Der richtige Umgang mit einem Fahrzeug, sauberes Arbeiten und Teamwork stehen auf dem Programm. Einfache Arbeiten wie Birnen- oder Ölwechsel darf die Auszubildende schon mal allein erledigen - natürlich nicht ohne Endkontrolle.

Die nötige Theorie dazu bekommen alle angehenden Kfz-Mechatroniker im Regionalen Bildungszentrum (RBZ) mit auf den Weg. Der wöchentliche Unterricht umfasst die Fächer Kommunikation und Wipo sowie verschiedene Lernfelder, in denen sämtliches Wissen rund um das Auto vermittelt wird. Derzeit gehe es um den Aufbau des Motors, erzählt Vanessa.

Wer eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker machen möchte, sollte bereit sein, viel zu lernen, gute Kenntnisse in Mathe und Physik sowie Teamfähigkeit mitbringen, meint sie. Ihr Ausbilder ergänzt: Ein Realschulabschluss und konstante schulische Leistungen sowie ein offenes und gepflegtes Auftreten seien wünschenswert. Im Normalfall dauert die Ausbildung 3,5 Jahre, kann aber auf drei Jahre verkürzt werden. Ein ausgelernter Mechatroniker steigt mit 1500 bis 1900 Euro Brutto-Gehalt in den Beruf ein. Weiterbildungslehrgänge in verschiedenen Bereichen sowie die Meisterschule können oben drauf gesetzt werden. Für die Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker gilt: Frühes Bewerben sichert die besten Plätze.

> Infos zur Messe: www.azubiz.info

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen