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Norddeutsche Rundschau

18. Dezember 2017 | 04:46 Uhr

Fasching : Lumpen lassen es mächtig krachen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

600 bunt kostümierte Narren bei Steinburgs zweitgrößter Karnevalsveranstaltung in Breitenburg.

shz.de von
erstellt am 23.Feb.2015 | 04:57 Uhr

Fröhliche Flower Power-Blumenmädchen, sexy Krankenschwestern, Hexen und Teufelchen auf der einen Seite, die Panzerknacker und Sträflinge, Polizisten und Cops auf der anderen – der Kreativität waren an diesem Abend wieder einmal keine Grenzen gesetzt. Auch in diesem Jahr sorgte der „Lumpenball“ beim BSC Nordoe eine Nacht lang wieder für närrische Zeiten. Zum 31. Mal ging am Wochenende die Karnevals-Party direkt vor den Toren Itzehoes über die Bühne. In der Mehrzweckhalle tanzten und feierten die Jecken eine ganze Nacht lang unter dem Motto „Back to the 70ies and 80ies“.

Die nach der „Fubama“ in Wilster zweitgrößte Faschingsveranstaltung im Kreis Steinburg lockte mit knapp 600 Besuchern ein paar weniger als im vergangenen Jahr, hatte allerdings mit der zeitgleichen „Lilabe“ in Hamburg auch namhafte Konkurrenz. Hatten die im Jahr 2014 gewechselten Vereinswirte als Betreiber lediglich die Bühne von einer Seite der Halle in die andere verlegt, so konnten die Besucher zum bewährten Programm der Vorjahre feiern.

Erstmals ausgestattet mit Technik der Firma „HEI-Tech“ des Itzehoer Meisters für Veranstaltungstechnik, Heiko Arp, legte DJ Olli (Oliver Rau) die passende Tanzmusik und Hits der 70er und 80er Jahre auf. Bänke und Tische boten Platz für 400 Personen. Das Hauptgeschehen spielte sich aber auf der Tanzfläche ab, wo die bunt verkleideten Gäste es bis zum nächsten Morgen krachen ließen.

Die Hauptsache machten wieder die bunten Kostüme aus. Andrea aus Itzehoe, Teil einer Mannschaft aus „Leichtmatrosen“, begründete ihr blau-weiß gestreiftes Outfit: „Ich liebe die See.“ Die Männer der Gruppe machen gerade ihren Bootsführerschein, und da lag ihre Verkleidung für sie nahe. „Die schwarzen Blazer haben sie ihrer Blues-Brothers-Verkleidung entnommen“, verriet Andrea. Benny aus Itzehoe hingegen ging als „Uncle Sam“ – mit überdimensioniertem Sternenbanner-Hut. Hilke Lensch, stilecht als Flower Power-Blumenkind verkleidet, erzählte: „Ich war am Montag noch mit dem ,Pappnasen-Express’ in Köln beim Karneval. Das musste ich jetzt einfach hier ausklingen lassen.“ Nicht minder schräg wie die selbst gemachten Kostüme waren auch die gekauften. Zwei pinkfarbene King Kongs aus Wellenkamp hatte dazu gleich noch ihre Banane mitgebracht.

Als Cheerleaderin mit Puscheln machte Tina aus Itzehoe Stimmung, die zum ersten Mal dabei war. „Mein erster Eindruck: Es ist super“, sagte sie, nur um gleich wieder die Arme im Takt der Musik hoch zu reißen. Zwei Wochen verbrachten Merla und Sandra aus Kremperheide mit dem Nähen ihrer 16 Einzelteile an ihrem knallrosa Kostüm. „Wir denken uns immer etwas aus und haben auch schon fürs nächste Jahr eine Idee“, so Merla.

Zu später Stunde wurden dann die besten Kostüme auch noch prämiert, erhielten die drei schrägsten Verkleidungen einen Geld-Preis. Laut Publikumsentscheid bekam Markus Schölermann aus Heiligenstedten als „Carmen“ für das beste männliche Kostüm – wie im vorigen Jahr auch schon – den Gewinn zugesprochen. Zum besten weiblichen Einzelkostüm wurde Jule Engeler aus Itzehoe als „Marge“ von den „Simpsons“ gewählt, und als beste Gruppe erhielten die „Stinktiere“ den größten Applaus und alle 50 Euro.

Dagmar Winkel, als Frau von Veranstalter und BSC-Vereinswirt Heiko Winkel in das Geschehen eingebunden, freute sich hinterher über den gelungenen Abend. „Alles ist erfolgreich abgelaufen – von der Musik bis zum Tresenverkauf – und war vor allem friedlich.“ Da noch nicht fest steht, ob sie das Vereinslokal weiter führen können, wusste sie auch noch nicht, ob sie es im kommenden Jahr wieder ausrichten werden. „Falls es soweit kommt, werden wir es auf jeden Fall fortführen“, versprach sie.

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