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Lütt Wiehnacht: von rockig bis festlich und „so richtig kuschelig“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 18.Dez.2013 | 00:35 Uhr

Die Lütt Wiehnacht auf dem Marktplatz in Wilster wurde in diesem Jahr zum Erfolg. Die verhältnismäßig milden Temperaturen und die weitgehend trockenen Nachmittags- und Abendstunden führten zu teilweise überaus starkem Besuch im Weihnachtswald an der Markt-Ostseite. Die Atmosphäre wurde von den Besuchern mehrfach gelobt. „Es ist hier so kuschelig“, bestätigte Uschi aus einer fünfköpfigen Gruppe aus Oelixdorf. Wolfgang bezeichnete die Lütt Wiehnacht als „schönsten Weihnachtsmarkt in der Region“. Seine Prognose und Anregung an den Veranstalter, den Gewerbe- und Verkehrsverein und Wilstermarsch Service GmbH: „Wenn dieser Markt rund um die Kirche stattfände, wäre Itzehoe leer!“

Auch Hartmut und Elke hatte es aus Hamburg nach Wilster verschlagen: „Wir sind hier nichtsahnend vorbeigefahren und haben spontan gehalten“, erzählte Hartmut. Ihm und seiner Frau gefiel besonders der Weihnachtswald mit den riesigen Tannen, um die herum Stehtische zum Genießen des Glühweins angebracht waren. Auf 38 Kubikmeter Schreddergut, das im Weihnachtsdorf für einen weichen Waldboden ausgebreitet worden war, ließen sich auch die Oelixdorfer Uschi, Imke, Cordula, Wolfgang und Dirk das heiße Rotweingetränk schmecken.

Auch an die Kinder war gedacht worden. Für sie gab es in den Zelten des Aurallye-Vereins und des Fördervereins Historische Rathäuser statt des alkoholischen Glühweins Kakao oder Kinderpunsch, während die CDU Wilster trotz der Kinderspiele wie Entenangeln und Glücksrad nur alkohollastigen Glühwein angesetzt hatte. Ein Glanzlicht auf dem Weihnachtsmarkt setzte eine ganze Wikinger-Sippe. Stefan Lösch aus Elmshorn, Nils Goldenstein aus Pinneberg und Morten Bauer aus Groß-Nordende fertigten an Ort und Stelle in einem kleinen Zeltdorf an der Kirche Schmiede-, Schnitz- und Drechselarbeiten ihres traditionellen Handwerks an, luden mit ihren Familien Kinder zum Stockbrotbacken ein oder ließen sie teilhaben an der Anfertigung kleiner Lederbeutel. Ob Old Sager mit historischer Handelsware, Norvik mit einem erlebnispädagogischen Projekt für Kinder oder The Oldways mit traditioneller Handwerkskunst: es gab viel zu bestaunen im Wikingerdorf. Besonders imposant: eine alte Drechselbank mit Fußantrieb. Am Sonntagnachmittag zeigte auch der St. Margarethener Hufschmied Thies Lindemann seine Handwerkskunst.

In die Lütt Wiehnacht 2013 waren wiederum viele Ideen der Stadtwerkstatt eingeflossen, für die sich vor allem Reinhard Görbitz beim Aufbau der Zelt- und Budenstadt einsetzte. Unterstützt wurden die Veranstalter von den Firmen Jürgen Pruter, Otto Nagel, Helmut Wedemeyer, Heinz Brockmann, Modehaus Reese, Vollbehr Events + Music und AK Druck + Schrift, vom Bauhof der Stadtwerke, freiwilligen Helfern und von Helmut Sievers aus Stördorf, der wieder für die Tannen gesorgt hatte.

Das Rahmenprogramm wurde an allen drei Tagen von mehreren Gruppen gestaltet. Den Auftakt besorgte Freitagabend die Oldie-Band Wonderland mit Sänger Peter Wischmann, am Sonnabend traten der Shantychor Die Nordlichter, Tagträumer sowie Timbo & Band auf und am Sonntag gab der Nordic-Sport-Club aus der Rumflether Straße Einblick in sein Tanz- und Kampfsport-Kursprogramm. Am Sonntagnachmittag gehörte die Bühne den Kindern Drittklässlern aus der Wolfgang-Ratke-Schule, die Weihnachtslieder und Gedichte vortrugen.

Ein einziger unschöner Zwischenfall trübte die Gesamtveranstaltung. In der Nacht zu Sonnabend kurz vor Mitternacht warf ein Unbekannter einen großkalibrigen Feuerwerksböller auf das Dach des Aurallyezeltes. Er durchschlug die Zeltplane und detonierte unmittelbar am Kopf eines Besuchers. Er musste mit Verdacht auf einen Hörsturz ins Krankenhaus gebracht werden.

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