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Schul-Zukunft : Lübscher Kamp: Koalition setzt auf Kooperation

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

CDU und SPD setzen sich für den Erhalt des Schulstandorts in Wellenkamp ein. Eine Kooperation mit einer anderen Schule wird angestrebt.

Nicht im Sitzungssaal, sondern in der Gemeinschaftsschule Lübscher Kamp treffen sich die Mitglieder des Schulausschusses morgen – aus gutem Grund, schließlich ist die ungewisse Zukunft der Einrichtung ein bestimmendes Thema in der Itzehoer Schullandschaft. Nach einem Rundgang durch die Räume soll über die Lage der Schule geredet werden.

Ingrid Reichhelm (CDU) und Dieter Krämer (SPD) gehen optimistisch in das Gespräch. Es habe bereits ein Treffen von Vertretern der SPD und CDU mit Schulleitung und Elternvertretern gegeben. Die Politik habe signalisiert, dass sie den Standort auf jeden Fall als weiterführende Schule erhalten will. In diesem Bestreben sei man sich mit der Verwaltung einig, so Krämer. Der Fortbestand sei nicht nur für die Wellenkamper Kinder wichtig, sondern auch für Schüler aus der Umgebung – gerade auch die, die durch die Schließung in Krempe eine Alternative brauchten.

„Aber wir sehen auch, dass die Schule nicht eigenständig überleben kann“, sagt Krämer. Es zeichne sich ab, dass die angestrebten 50 bis 60 Anmeldungen auch im nächsten Jahr nicht erreicht werden. „Um die Schule sinnvoll zu betreiben, wäre ohnehin eine Dreizügigkeit nötig“, so Krämer. Deshalb seien CDU und SPD dafür, „dass die Schule von sich aus Gespräche aufnimmt, um sich einen Kooperationspartner zu suchen“. Wenn eine Kooperation rechtzeitig angeschoben werde, könne sie sehr erfolgreich sein, wie die Wolfgang-Borchert-Regionalschule mit der Außenstelle in Sude sowie die Gemeinschaftsschule am Lehmwohld mit der Julianka-Schule in Heiligenstedten zeigten. Allerdings wünsche man sich auch, dass vom Schulamt des Kreises sowie aus dem zuständigen Ministerium eindeutige Signale gesendet werden, welche Art der Kooperation man sich wünsche.

Als Schulträger sei die Stadt nicht für die inhaltliche Ausgestaltung, sondern für die Ausstattung zuständig. „Aber wir können erst dann investieren, wenn wir wissen, mit welchem Konzept weitergearbeitet wird.“ Es solle auf jeden Fall investiert werden, betont Ingrid Reichhelm. „Aber konzeptgerecht.“ So sei etwa die Frage zu stellen, ob ein voll ausgestatteter Physikraum für 400 000 Euro nötig sei oder ob ein niedrigschwelliger naturwissenschaftlicher Raum ausreiche, erklärt Krämer. Es würden auch Gespräche mit der benachbarten Waldorfschule geführt, um dort eventuell vorübergehend Physik- und Chemieraum zu nutzen.

Einig seien sich SPD und CDU auch darin, dass sie die Umgestaltung des Innenhofs als Schulhof befürworten und für den Nachtragshaushalt 16 000 Euro für die Ausstattung des Computerraumes einstellen wollen.

> Sitzung des Schulausschusses morgen um 16.30 Uhr. Weitere Themen: Erweiterung der Klosterhof-Schule, Prioritäten bei den Schulinvestitionen und die Konzession für die Mensa an der AVS.

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erstellt am 17.Sep.2013 | 05:00 Uhr

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