Lösungen und rechtliche Folgen bei Mobbing

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15. November 2013, 00:36 Uhr

Es kann am Arbeitsplatz passieren, im Sportverein, in der Tanzgruppe: Mobbing. Mit diesem Thema befassen sich zwei Experten in einem Vortrag an der Volkshochschule am Donnerstag, 21. November, 19 Uhr.

Auslöser könnten Leistungsverdichtung am Arbeitsplatz, fehlerhafte Kommunikation zwischen Arbeitnehmern, aber auch zwischen Angestellten und Arbeitgeber sein, so Wolfgang Spinzig, Mobbingberater bei der Diakonie im Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde, und Sven-Bryde Meier, Fachanwalt für Arbeitsrecht aus Rendsburg. Durch Missverständnisse oder schikanöse und auf Dauer angelegte Benachteiligung eines Arbeitnehmers könne erheblicher Schaden beim Opfer entstehen. „Wird es allerdings mit dem Ziel durchgeführt, bestimmte Personen aus der Gruppe auszuschließen, so spricht man auch im juristischen Sinn von Mobbing“, sagt Meier. Die Folgen könnten gesundheitliche Schäden sein, aber auch hohe Personalkosten und erhebliche Arbeitsausfälle.

Die Referenten beleuchten sowohl Lösungen für misslungene Kommunikation als auch rechtliche Konsequenzen für den Fall, dass eine Kommunikation nicht wiederhergestellt werden kann. Der Vortrag, bei dem Rückfragen gewünscht sind, ist nicht nur für Betroffene gedacht. Es soll auch Arbeitgeber ansprechen, die von Mobbing in ihrem Betrieb erfahren haben und diese Probleme lösen wollen. „Bekannterm¬ßen obliegt dem Arbeitgeber die Fürsorgepflicht für seine Arbeitnehmer und d¬mit auch die arbeitsrechtliche Verpflichtung, im bekannten Fall von Mobbing einzuschreiten“, betont Rechtsanwalt Meier.

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