Feuerwehr : Löschen und Retten ohne Probleme

Einsatzkräfte unter Atemschutz bergen den 16-jährigen Thomas Jörgens aus der „brennenden“ und dicht verqualmten Lagerhalle.
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Einsatzkräfte unter Atemschutz bergen den 16-jährigen Thomas Jörgens aus der „brennenden“ und dicht verqualmten Lagerhalle.

Wewelsfleths Wehrführer Jürgen Schröder mit Einsatz seiner Feuerwehrleute beim Übungsszenario zufrieden.

shz.de von
06. Mai 2015, 17:00 Uhr

Die Feuersirenen heulten am Montagabend um 18.41 Uhr im gesamten Wewelsflether Gemeindegebiet. Schon sechs Minuten später rückten die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Wewelsfleth an der Brandstelle in Uhrendorf 16 an. In einer Lagerhalle des dort seit Oktober vergangenen Jahres ansässigen Baugeschäftes Jörgens war durch einen technischen Defekt ein Radlader in Brand geraten, das Feuer hatte schließlich das gesamte Gebäude erfasst. Bei Löschversuchen war der Sohn des Bauunternehmers Klaus-Peter Jörgens, der 16-jährige Thomas, in dem Brandobjekt verunglückt und seitdem vermisst.

Das war die Ausgangslage einer nicht angekündigten Großübung der Wewelsflether Brandschützer, die Wehrführer Jürgen Schröder ausgearbeitet hatte. Sein Stellvertreter Jens Brackert leitete den Einsatz der rund 30 Feuerwehrleute, die mit dem Unimog-Tanklöschfahrzeug TLF, dem Löschfahrzeug LF 10/6 und dem Tragkraftspritzenfahrzeug TSF-W angerückt waren.

Brackert schickte als erstes zwei Atemschutzgeräteträger in die brennende Lagerhalle, die durch ein Nebelgerät vollständig verqualmt war, Während sich zwei weitere Atemschutzkräfte für einen Notfall einsatzbereit hielten, konnten ihre vorausgegangenen Kameraden den vermissten 16-Jährigen ausfindig machen und ins Freie tragen, wo er dem Rettungsdienst übergeben werden konnte.

Aus einem 60 Meter entfernt stehenden Hydranten und einem Löschbrunnen, der in einem Abstand von 150 Metern verfügbar war, konnte innerhalb weniger Minuten eine ausreichende Löschwasserversorgung für den Feuerwehreinsatz aufgebaut werden. So wurde die Brandbekämpfung von außen zügig aufgenommen.

„Mit dem Einsatz bin ich zufrieden“, betonte Wehrführer Jürgen Schröder in einer abschließenden „Manöverkritik“ noch an der Brandstelle. Das bestätigten auch Bürgermeister Delf Bolten sowie die Amtswehrführer Thorsten Heins und sein Stellvertreter Axel Erdmann, die beide nach dem Alarm ebenfalls nach Uhrendorf gekommen waren.

Maurermeister Klaus-Peter Jörgens hatte sein Anwesen gern für diese Wehrübung zur Verfügung gestellt. Er hatte den ehemaligen Schwarzkopf-Hof am Stördeich im Herbst vergangenen Jahres übernommen, der nach einem Großfeuer vor einigen Jahren neu aufgebaut worden war. Jörgens ist schon seit mehreren Jahren in Wewelsfleth als Bauunternehmer selbstständig und verfolgte gespannt den Übungsverlauf.
 

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