Wirtschaft : Lob von Experten-Trio

.V.l.n.r:  Kevin Töfge (Ökopol), Dr.-Ing. Martin Oerter (VDZ), Maja Bernicke (Umweltbundesamt), Christian Tebert (Ökopol), Burkhard Wolf und Torsten Krohn (beide Holcim)
.V.l.n.r: Kevin Töfge (Ökopol), Dr.-Ing. Martin Oerter (VDZ), Maja Bernicke (Umweltbundesamt), Christian Tebert (Ökopol), Burkhard Wolf und Torsten Krohn (beide Holcim)

Vertreter von Bundesweltamt, von Ökopol und im Zementverband besuchen Lägerdorfer Zementwerk. Anerkennung für innovative Zementproduktion.

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11. Juli 2014, 17:08 Uhr

Experten vom Umweltbundesamt, von Ökopol und VDZ trafen sich jetzt zu einem Meinungsaustausch im Holcim-Zementwerk in Lägerdorf. Im Mittelpunkt stand das Innovationsprojekt PREPOL SC, das am 10. Februar offiziell in Betrieb genommen worden war. Eine spezielle Brennkammer ermöglicht die Verbrennung grobstückiger, nicht flugfähiger Ersatzbrennstoffe im Ofenprozess und ist für Holcim ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Einsatz von 100 Prozent Ersatzbrennstoffen.

„Die Begeisterung und der hohe technische Sachverstand, mit dem die Neuerungen am Standort Lägerdorf realisiert werden, sind beeindruckend. Mit den bereits umgesetzten und den geplanten Maßnahmen stellt die Werksleitung sicher, dass Zement auch zukünftig umweltverträglich, schadlos und auf höchstem technischen Niveau produziert werden kann“, sagt Dr.-Ing. Martin Oerter, Geschäftsführer und Leiter Umweltmesstechnik vom Forschungsinstitut der Zementindustrie (FIZ). Das FIZ gehört zum Verein Deutscher Zementwerke (VDZ), einer wissenschaftlichen Einrichtung, die für praxisnahe Forschung und ein umfassendes Dienstleistungsangebot rund um Zement und Beton steht.

„Die PREPOL SC-Brennkammer ist innovativ und von daher mit Chancen und Risiken verbunden. Positiv sehe ich, dass die Emissionen sich durch den PREPOL-Betrieb nicht verschlechtert haben. Die Stickoxide sind sogar geringer geworden und es ist weniger Energie zur Aufbereitung der Abfälle notwendig. Geringer aufbereitete Abfälle benötigen auf der anderen Seite besonders zuverlässige Abfalllieferanten und gut geschultes Personal, damit das Risiko von Quecksilbereinträgen gering bleibt – denn das Zementwerk ist nicht wie eine Müllverbrennungsanlage zur Quecksilberminderung ausgelegt. Bezüglich der von mir befürchteten Brandrisiken bei Betriebsstörungen hat Holcim gezeigt, dass das Risiko durch Branderkennungs- und Löscheinrichtungen minimiert wurde“, erklärt Christian Tebert von Ökopol. Das Institut für Ökologie und Politik GmbH (kurz Ökopol) mit Sitz in Hamburg/Freiburg erarbeitet wissenschaftliche und politische Strategien zur ökologischen Zukunftsgestaltung der heutigen Industriegesellschaft. „Uns wurden viele und offene Einblicke in das Zementwerk ermöglicht“, lobte Maja Bernicke vom Umweltbundesamt, Deutschlands zentraler Umweltbehörde.

Morten Holpert, der bei der Holcim (Deutschland) AG als Technischer Direktor die Zementproduktion verantwortet und auch das Zementwerk Lägerdorf leitet, blickt zufrieden auf den Informationsaustausch zurück: „Umweltschutz hat bei uns eine hohe Priorität und wir setzen weiterhin auf den offenen, sachlichen Dialog und verantwortliches Handeln. Wir konnten den Besuchern zeigen, dass wir einen nachhaltigen Beitrag zur Ressourcenschonung und zur Minderung von CO2-Emissionen leisten und wir mit dem Einsatz einer geeigneten Filtertechnologie auch die gesetzlichen Grenzwerte sicher einhalten”.

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