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Jugendparlament : Lob und Kritik für den Jahrmarkt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Das Jugendparlament in Wilster hat getagt – und Verbesserungsvorschläge für den Jahrmarkt erarbeitet. Weniger Greifautomaten und mehr Fahrgeschäfte, wollen die jungen Wilsteraner.

shz.de von
erstellt am 06.Dez.2013 | 11:55 Uhr

Zum zweiten Mal nach den Kommunalwahlen im Mai traf sich das Kinder- und Jugendparlament (KiJuPa) Wilster in seiner neuen Formation. Unter dem Vorsitz von Ratsfrau Ann-Christin Martensen (SPD) versammelten sich die neuen Jungparlamentarier in den Räumen des Jugendzentrums und erschienen voller Tatendrang.

Das Thema Jahrmarkt stand erneut ganz oben auf der Tagesordnung. Dazu präsentierte Ann-Christin Martensen das Ergebnis einer Umfrage, die an der Gemeinschafts- und an der Grundschule in Wilster durchgeführt wurde. „Die Schulen haben bei dieser Umfrage wirklich unglaublich toll mitgemacht, und so haben wir viel Feedback zu diesem Thema bekommen“, freute sich Martensen über die rege Beteiligung.

Auf großen Blättern legte die Vorsitzende die Auswertung der Umfrage vor. Neben Lob erntete der Wilsteraner Jahrmarkt in erster Linie Kritik von den Schülern. Dabei wurden die unterschiedlichsten Dinge bemängelt. Zum einen sei der Jahrmarkt viel zu teuer, monierten einigen, während andere Teilnehmer der Umfrage das unfreundliche Verhalten einiger Jahrmarktsmitarbeiter anprangerten. Ferner seien zu viele Greifautomaten, „Fressbuden“ und Verkaufsstände vorhanden, während es an Fahrgeschäften besonders für Kinder zwischen sieben und elf Jahren fehle.

Von den Kindern und Jugendlichen wurde der Wunsch geäußert, das Feuerwerk sowie den Familientag auf andere Tage zu verlegen. „Viele Schüler können das Feuerwerk gar nicht sehen, da sie am nächsten Tag zur Schule müssen und daher nicht so lange aufbleiben dürfen“, lieferte die Vorsitzende eine Erklärung der Kinder gleich mit und fügte hinzu: „Wie man anhand der umfangreichen Liste sehen kann, haben die Kinder durchaus Interesse an dem Jahrmarkt.“ Die Jungparlamentarier wollen nun eine Liste mit Änderungsvorschlägen erarbeiten, die anschließen dem Marktmeister vorgetragen werden soll, damit dieser einen Überblick über die Wünsche der jungen Jahrmarktsbesucher erhält.

Weitere Themen, mit denen sich die Jungparlamentarier auseinandersetzen möchten, ist unter anderen das Angebot eines Tanzkurses für die Abschlussjahrgänge der Gemeinschaftsschule sowie die Gestaltung der sechs Spielplätze in der Stadt. Im kommenden Jahr soll es daher eine Begehung der Anlagen geben, damit sich die Mitglieder des KiJuPas vor Ort einen Eindruck über die Ausstattung der Spielflächen und den Zustand der Spielgeräte verschaffen können.

Wissen wollten die jungen Parlamentsmitglieder von der Vorsitzenden und den beteiligten Ratsmitgliedern beider Parteien, welche Möglichkeiten es gibt, gegen die zunehmende Verschmutzung der Gehwege durch Hundekot vorzugehen. Zuvor hatten sie die Frage in den Raum gestellt, warum so viele Hundehalter sich dermaßen rücksichtlos verhalten, indem die Hinterlassenschaften ihrer Hunde einfach überall liegen lassen. Gerade während der dunklen Jahreszeit würden die Schüler auf ihrem Schulweg immer wieder in die Hinterlassenschaften von Hunden treten, die aufgrund der Lichtverhältnisse nicht gesehen werden können. „Wenn es selbst schon den Kindern auffällt, muss die Situation wirklich schon ziemlich krass sein“, stellte Doris Busch (CDU) fest.

Der Appell des Kinder- und Jugendparlaments an Hundebesitzer: „Bitte beseitigen Sie die Hinterlassenschaften ihres Hundes. Im gesamten Stadtgebiet stehen Automaten in denen kostenlose Hundekotbeutel erhältlich sind. Nutzen Sie dieses Angebot.“

>Nächster Termin des KiJuPas: Donnerstag, 30. Januar, 18.45 Uhr im Neuen Rathaus.

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