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Wacken Open Air : Lob für das Sicherheitskonzept

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Innenminister Andreas Breitner stattet den 320 Polizisten auf dem WOA-Gelände einen Besuch ab.

Selten befinden sich in Schleswig-Holstein so viele Polizisten an einem Punkt wie beim Wacken Open Air. Zu Spitzenzeiten sind rund 200 Beamte gleichzeitig auf dem weltgrößten Heavy Metal-Festival im Einsatz. Insgesamt kümmern sich 320 Beamte um die Sicherheit der Festival-Besucher und der Anwohner sowie den Verkehr in der Umgebung.

Gestern machte sich Innenminister Andreas Breitner ein Bild von der Arbeit der Polizisten. Es war nicht der erste Besuch des Ministers auf dem Festival. Bereits vor zwei Jahren kam er zu der Veranstaltung, die die Polizei vor personelle aber auch logistische Herausforderungen stellt. Polizisten aus ganz Schleswig-Holstein werden zur Verstärkung angefordert, unter anderem eine Hundertschaft aus Eutin. In der alten Schule in Wacken sorgt ein eigenes Küchenteam für die Verpflegung der Beamten. Insgesamt 5000 Stücke Fleisch würden für die Polizisten während des gesamten Festivals zubereitet, berichtete Einsatzkoch Dirk Reddmann.

Breitner überzeugte sich davon, dass die Wege zwischen Veranstalter, privaten Sicherheitsdiensten, Rettungskräften, Feuerwehr und der Polizei kurz sind. Alle haben jeweils ihre Hauptquartiere im Produktionsbereich des Festivals. Zwei Mal täglich treffen sich alle Beteiligten zu Lagebesprechungen, an denen auch die WOA-Macher Thomas Jensen und Holger Hübner teilnehmen. „Wir haben einen kurzen Draht“, bestätigte Einsatzleiter Kai Szimmuck. Die Veranstalter seien sehr kooperativ.

Um im Katastrophenfall besser zusammenarbeiten zu können, hätten alle Beteiligten vor Kurzem an einer einwöchigen Schulung in der Katastrophenschule des Bundes teilgenommen. Auch Mitarbeiter des Veranstalters waren dabei. Der Innenminister lobte das Organisationskonzept des WOA: „Die sind sehr gut aufgestellt und immer gesprächsbereit.“

In Sachen Verkehr stellte Polizeibeamter Dietmar Grein fest, dass das Konzept weiter verbessert worden sei. Es habe kaum Staus bei der Anreise zum Festival gegeben. Die größte Herausforderung werde jedoch die Abreise am Sonntag. „Dass es an diesem Tag Staus geben wird, lässt sich nicht vermeiden“, sagte Grein. Knotenpunkt sei die Störbrücke in Itzehoe.

Für die Festivalbesucher ist die Polizei mit einer rund um die Uhr besetzten Camp-Wache auf dem Gelände präsent. „Wir sind die ersten Ansprechpartner für die Besucher“, sagte Polizeibeamter Dirk Geisler. Vornehmlich würden Diebstähle angezeigt. Gelegentlich würden auch Vermisste gemeldet oder nach Fundsachen gefragt. Regelmäßig sind Polizeibeamte auf den Camping-Plätzen des Festivals unterwegs und kontrollieren die Sicherheit der Besucher. „Das Schöne ist, dass die Leute sehr gut mit uns umgehen“, sagte Geisler. „Man akzeptiert uns, und man spricht uns ohne Scheu an.“ Bislang sei das WOA ruhig und friedlich verlaufen, erklärte Polizeisprecherin Merle Neufeld. „Es gibt natürlich Zelt- und Taschendiebstähle, aber nicht mehr als im letzten Jahr“, erklärte sie.

Innenminister Andreas Breitner zeigte sich vom Metal-Festival durchweg begeistert: „Hier herrscht eine gute Stimmung. Es ist schön, dass die Menschen so friedlich miteinander feiern.“

Er genoss einen Gang über das Feld vor den großen Hauptbühnen, auf dem sich bereits tausende Metal-Fans zum Konzert der Band Heaven Shall Burn versammelt hatten. Den rauhen Klängen dieser Musiker lauschte der Minister von einem Podest oberhalb der Bühne. „Eine CD würde ich mir nicht kaufen“, urteilte er. Immerhin machte er von der Show einige Schnappschüsse mit seinem Handy.


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erstellt am 02.Aug.2014 | 08:01 Uhr

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