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Schreibwettbewerb : Literaturpreis für Beitrag über Fünffingerlinde

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Brunsbütteler Autorin Ingeborg Münch für ihren Beitrag zum Schreibwettbewerb „Ole Bööm – Alte Bäume“ ausgezeichnet. Im Mittelpunkt der Erzählung steht ein Baum in Odderade.

„Ich wusste, dass ich in der Endrunde bin – aber nicht, dass ich etwas gewinne!“ Überrascht und hocherfreut hat Ingeborg Münch ihren Preis beim Schreibwettbewerb „Ole Bööm – Alte Bäume“ entgegen genommen. Die Brunsbütteler Autorin hatte einen der insgesamt mehr als 250 platt- und hochdeutschen Texte für den Wettbewerb im Rahmen des Bildungsprojektes „Baumjagd“ des Schleswig-Holsteinischen Heimatbundes in Zusammenarbeit mit der Stiftung Naturschutz und dem Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume eingereicht. Eine siebenköpfige Jury verlieh Ingeborg Münch für ihre Kurzgeschichte „,Meine‘ Fünffingerlinde“ den dritten Preis in der Rubrik „Hochdeutsche Beiträge – Erwachsene“.

Durch Zufall hatte Münch von dem Wettbewerb erfahren – ebenso zufällig, wie die Hauptfigur aus „‚Meine Fünffingerlinde‘“ an den symbolträchtigen Baum in Odderade gerät. Wie die fünf Finger einer Hand ragen die dicken Äste der Linde in dem Dithmarscher Dorf gen Himmel, und um den Baum herum entspinnt sich eine lesenswerte Geschichte, die Ingeborg Münch in ihrem Buch „Johnnys Erzählungen“ veröffentlicht hat.

Es ist nicht der erste Preis, den die gebürtige Krefelderin für diesen Auszug erhält: Bereits 2005 wurde sie mit dem Literaturpreis Prosa des Dithmarscher Kultur-Fördervereins KiK ausgezeichnet.

Das Schreiben ist schon seit ihrer Jugend die große Leidenschaft der gelernten Kauffrau. Doch erst die täglich neu erdachten Gute-Nacht-Geschichten für die Tochter brachten die Wahl-Brunsbüttelerin auf die Idee, ihre Ideen regelmäßig zu Papier zu bringen. In der Schleusenstadt ist Ingeborg Münch unter anderem durch ihren frechen „Geie’“ bekannt, einen vorlauten Plüschgeier mit Sprachfehler, für den sich die Autorin immer neue Abenteuer ausdenkt.

Die Preisverleihung im Wildpark Eekholt samt plattdeutscher Führung habe sie sehr genossen, sagt die Drittplatzierte. „Leider störte dabei ein Regenschauer, der jede Frisur ruinierte!“ Neben einer Urkunde, unterzeichnet vom Schirmherrn Robert Habeck, gab es als Preis noch einen Bildband von Berndt Heydemann, einem Amtsvorgänger des amtierenden Umweltministers.

Mit ihrer Geschichte rund um die historische Linde hat Ingeborg Münch offenbar genau den Nerv der Veranstalter getroffen. Dr. Thomas Holzhüter, Dezernatsleiter im Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume: „Als grüne Lunge, Nistbaum, Unterschlupf für Fledermäuse und äußerst seltene Käfer sind gerade die alten Baumriesen ein ungeheurer Naturschatz, für dessen Erhalt wir uns einsetzen!“ Und manchmal gibt es auch ganz persönliche Beziehungen zu einem Baum – wie in der Geschichte von Ingeborg Münch, die ihre Ich-Person am Ende sagen lässt: „Fast möchte ich behaupten, es ist mir vertraut geworden wie ein guter Freund!“

>Geschichte im Internet unter: www.ingeborg-muench.jimdo.com

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erstellt am 11.Sep.2013 | 05:00 Uhr

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