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Kunstgriff : Literarische Reise über den großen und zum heimischen Teich

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Hermann Luther las, Sophie Maren Winter tanzte, Marc André Thomsen spielte am Klavier – und die Besucher hatten ihre Freude. Die Veranstaltung der Volkshochschule in Burg war ein Erfolg.

Die Kunstgriffveranstaltung der Volkshochschule (VHS) Burg-St. Michaelisdonn entpuppte sich wieder als ein Kunstgenuss für die Sinne. Im kleinen Saal der Bökelnburghalle waren liebevoll schwimmende Kerzen in Wassergläsern arrangiert und auf einem kleinen Tisch an der Fensterfront lag ein geöffneter alter Reisekoffer mit den verschiedenen Werken von Hermann Luther. Es hatte den Anschein, als sei der VHS-Leiter auf der Durchreise und habe in Burg eine kleine Pause eingelegt, um die rund 40 Zuhörer im Saal auf eine Reise in literarische Welten mitzunehmen.

„Über’n Teich heißt nicht nur mein neuestes Buch, aus dem ich heute zitiere, sondern es ist auch doppeldeutig zu sehen“, beschrieb Luther bei der Begrüßung den Leseabend mit Musik und Tanz und wies damit auf die einstigen Auswanderer hin, die Dithmarschen Richtung Amerika verließen.

Mit der Kurzgeschichte „Fahrt über den großen Teich“ begann Luther den Leseabend mit einem älteren seiner Werke. Mit dem Stück „Provinz der Seelenruhe“ verblieb er gleich im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. „Diese Geschichte habe ich vor rund 20 Jahren zweisprachig in Deutsch und Englisch geschrieben. Natürlich habe ich es auch gleich poetisch selbst übersetzt“, sagte der Marner mit seiner angenehmen Stimme.

Mit einer eigenen Tanzchoreografie zu Michael-Jackson-Songs begeisterte auch Sophie Maren Winter, die den Abend mit verschiedenen Tanzdarbietungen auflockerte. Mit ihrem selbst entwickelten „Eight-Tanz“ holte die Tänzerin die Zuschauer visionell mit Power und Freude wieder zurück nach Dithmarschen.

Dabei entpuppte sich auch die zweite Bedeutung von „Über’n Teich“, die Luther im heimischen Garten erlebt. „Da habe ich einen Teich, der mir Ruhe und Inspiration bietet“, schwärmte der Burger. Aus der Umsetzung dieser Inspiration entstanden Textogramme wie „Verständnisvolle Liebe“ und „Netzwerk“, die Luther in Burg präsentierte.

Das Ausnahmetalent Marc André Thomsen umrahmte die Kunstgriff-Veranstaltung unter anderem mit Klavierstücken von Tschaikowsky musikalisch.

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erstellt am 09.Sep.2013 | 17:30 Uhr

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