Glückstadt singt : Lieder aus 200 Kehlen ertönen auf dem Marktplatz

Offenes Sonntagssingen: Das Spektakel lockte zum Mitmachen.
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Offenes Sonntagssingen: Das Spektakel lockte zum Mitmachen.

Eine Idee zum verkaufsoffenen Sonnntag lockt zahlreiche Sangeslustige auf den Marktplatz in Glückstadt. Dort singen sie, angespornt vom Shantychor De Molenkieker.

shz.de von
02. Juni 2014, 05:00 Uhr

Noch war es der Auftritt des wohl kleinsten „Fischer-Chores“ aller Zeiten. Das könnte sich aber schon bald ändern. „Was für eine tolle Stimmung“, freute sich die Geschäftsführerin des Glückstadt Destination Management, Sandra Kirbis. Wegen der großen Resonanz beim  offenen Chorsingen am Sonntag wollte sie eine Wiederholung der erfolgreich gestarteten Sangeseinlage nicht ausschließen – vielleicht sogar schon zur Matjeswochen-Eröffnung.

Zeitweilig über 200 Passanten waren gestern Nachmittag auf den Glückstädter Marktplatz gekommen, um unter Anleitung des Shantychores De Molenkieker schunkelnd und voller Begeisterung gemeinsam bekannte Sehmannslieder zu singen. Die Einstimmung auf das Highlight übernahm zuvor der Glückstädter Spielmannszug. Damit Glückstädter und Tagestouristen – von ganz jung bis ganz alt – auch kraftvoll ihre Stimme heben konnten, wurde diesen vorher ein Textzettel in die Hand gedrückt. Unterstützt von einigen Sängerinnen des Wilsteraner Chores Sing for fun legten die Molenkieker kurz nach 14 Uhr los. „Jetzt wollen wir mal sehen, ob wir für Sie oder Sie für uns singen“, stachelte der Vorsitzende Hans-Otto Müller die Umherstehenden an. Diese waren danach „derart heiß“ und suchten schon bei den ersten Tönen vergeblich den Text auf ihren Zetteln. „Lieder, so schön wie der Norden kenn ich nicht und auf dem Zettel ist das auch nicht drauf“, zeigte sich eine sangesbegeisterte Frau irritiert.

Doch dann trafen Uwe Graw und die Molenkieker mit bekannten und auch auf den Zetteln stehenden Liedern wie zum Beispiel „Wo die Nordseewellen…“ oder „Seemann, deine Heimat ist das Meer“ beziehungsweise „Rolling home“ und „La Paloma“ genau den Geschmack der Umherstehenden. Der „Gemischte Glückstädter Sonntagschor“ kam langsam aus sich raus, wurde immer besser und natürlich auch lauter. Entsprechend schallte zumindest der Refrain der jeweiligen Lieder zuletzt weit über den Marktplatz hinaus. Nur bei „My Bonny“ waren sich Molenkieker und Hobby-Sänger bei der letzten Liedstrophe nicht ganz einig.Was der guten Stimmung aber keinen Abbruch tat.

„Mit solch großer positiver Resonanz haben wir nicht gerechnet“, freute sich auch das kräftig mitsingende Tourismus-Team um Sandra Kirbis, Annett Kautz und Stefanie Hartmann. Zusammen mit ihrer bei Sing for fun mitwirkenden Kollegin Iris Lakeit hatten sie sich das „offene Singen“ quasi als I-Tüpfelchen für den gestrigenSonntag ausgedacht.

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