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Auf dem Wasser : Lichtkünstler starten nach Amsterdam

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Bunt zusammengewürfelte Crew nimmt am Light-Festival teil. Sonntag begann der Törn für sechs Lebenskünstlern in Wewelsfleth. Ziel ist ein Lichtfest am Nikolaustag.

Gestern sind sechs Lebenskünstler von Wewelsfleth aus mit dem Dreimaster „Santiano“ in Richtung Amsterdam in See gestochen. Ihr Ziel ist das 2. Amsterdam Light Festival, das am 6. Dezember beginnt. Die Crew ist so bunt wie ihr Vorhaben, an Bord sind Schiffseigner Lars Söhl, Projekt Initiator Harm Bremer, „Piet“ Jan Peterson 1. Maschinist, Jochem Baas als Holländer für die Kommunikation zuständig und Besitzer eines Schiffspatent, Rotney Tappendorf 2. Skipper und Smutje Martje Reichert.

Die Idee zu dem Törn hatten Harm Bremer und Lars Söhl. Bremer ist Lichtkünstler und hat bereits auf vielen Festivals und anderen Veranstaltungen für besondere Lichteffekte gesorgt. Lars Söhl ist Sozialpädagoge, bekannt als Musiker und Feuerkünstler Jonglaris, ihm gehört das 15 Meter lange und 28 Tonnen schwere Schiff.

Auf der Luminale in Frankfurt wurde Harm Bremer auf das Amsterdam Light Festival aufmerksam und bewarb sich mit dem Konzept „Kalmen“. Den Namen leitete er von den windstillen Regionen nahe dem Äquator ab. „Das passt einfach zu einem Schiff, dass an der Kaimauer vertäut in einem geschützten Hafen unter vollen Segeln liegt“, erklärt Bremer. Denn gesetzte Segel sind die Voraussetzung für das Projekt. Dort sollen während des Festivals die Illuminationen stattfinden. Dabei spielt Harm Bremer mit den Farben und der Bewegung, die das Bild immer wieder neu erscheinen lassen. Der Liegeplatz im Museumshafen am Oosterdok ist festgelegt und das Licht-Konzept steht. Jetzt musste die „Santiano“ vor der Schlechtwetterzeit nach Amsterdam gebracht werden.

Dazu war die Mannschaft bereits vor drei Wochen aufgebrochen, kam aber nur bis Cuxhaven. „Uns ist der Mast gebrochen“, erklärt Lars Söhl die Situation. Kurzerhand wurde der marode Mast abgenommen und der Heimathafen Wewelsfleth wieder angelaufen.

Von Spediteur Jens Thomsen aus Gudendorf konnte Söhl einen abgelagerten Dalben bekommen, aus dem in Eigenarbeit ein neuer Mast gefertigt wurde. WOA-Chef Holger Hübner unterstützte den Mastbau, so dass die Santiano jetzt Fahrt aufnehmen konnte. Die Crew will den zirka 240 Seemeilen langen Törn bis ins Ijsselmeer küstennah zurücklegen. Am Mittwoch findet der erste Einleucht-Termin statt. Bis zum Festivalbeginn liegt das Schiff dann sicher bei der Niederländischen Navy.

Ab Dezember bis zum 19. Januar ist die Santiano dann bei hoffentlich gutem Wetter täglich von 17 bis 22 Uhr illuminiert. Dann werden in der Amsterdamer Innenstadt zahlreiche Schiffe und Gebäude in vielen Farben bunt belebt. Sollten die Segel auf Grund des Wetters nicht gehisst werden können, hat Harm Bremer einige Flutlichtstrahler mit speziellen Filtern an Bord installiert, die dann den Nachthimmel beleuchten.

 

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erstellt am 14.Okt.2013 | 11:30 Uhr

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