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Norddeutsche Rundschau

22. Oktober 2017 | 23:31 Uhr

Lichtblick für die Innenstadt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Neue Geschäfte in Aussicht / Weiteres Vorgehen noch offen

von
erstellt am 21.Sep.2015 | 05:00 Uhr

Wann tut sich etwas? Die Frage begleitet Justus von Kries, seit er sich mit der Revitalisierung der Itzehoer Innenstadt beschäftigt. Diese ist ein mühsames Geschäft, das sagt der Geschäftsführer der Hamburger Firma KGI immer wieder. Jetzt kann er vermelden: „Es hat sich etwas bewegt.“ Ein neues Modegeschäft in der Feldschmiede, zwei weitere konkretisieren sich. Die Botschaft kommt passend zur Sitzung des Wirtschaftsausschusses am Mittwoch: Dann geht es um einen weiteren Zuschuss für das Flächenmanagement, das beim Stadtmanagement angesiedelt ist – aber auch generell um die künftigen Aufgaben für das Stadtmanagement.

Apanage heißt die Kette, die nach von Kries’ Worten noch im vierten Quartal in der Feldschmiede neben Fielmann eröffnen will – die Werbung im Schaufenster zeigt es bereits deutlich. Das Gelsenkirchener Unternehmen habe mehr als 200 Filialen in ganz Europa und werde auf 180 Quadratmetern hochwertige Damenoberbekleidung anbieten. „Das passt zu 100 Prozent in die Textil-Landschaft“, sagt von Kries. „Sie runden das Ganze nach oben hin ab.“ Stimmig für die Itzehoer Ladenwelt sind nach seinen Worten auch zwei weitere Textilgeschäfte, bei denen er einige Hoffnungen hegt, dass sie sich im zentralen Bereich der Feldschmiede ansiedeln. Parallel werde an den Verträgen und an der Planung gearbeitet, auch Abriss und Neubau sind dabei eine Option.

Besonders zufrieden ist der Hamburger damit, dass die Fortschritte „eine Ausgeburt der Matrix“ seien. Dieses Instrument hat die KGI, finanziert von Stadt und Wirtschaft, erstellt, es enthält genaue Informationen über die Gebäude in den Einkaufsstraßen und den passenden Branchenmix. Aber: „Die Matrix muss weitergeführt werden, sie ist ein lebendiges Modul.“

Diese Aufgabe hat von der KGI, die Angefangenes weiterführt, das Stadtmanagement übernommen – doch es stößt an Grenzen, wie Stadtmanagerin Lydia Keune-
Sekula in der Vorlage für den Wirtschaftsausschuss klar macht. Es fehlten die Ressourcen, um eng mit Hauseigentümern und potenziell ansiedlungswilligen Firmen zusammenzuarbeiten. Das deckt sich mit von Kries’ Erfahrungen: Die Vermieter seien relativ zögerlich, viel Aufklärung sei nötig, auch über die Renditen, die sich in Itzehoe erzielen ließen.

Für das vergangene und für dieses Jahr bekam das Stadtmanagement 24  000 Euro mehr – und damit 154  000 Euro insgesamt – bewilligt, um sich anhand der Matrix weiter um die Innenstadt-Revitalisierung zu kümmern. Nun soll der Ausschuss beschließen, dass das Geld auch 2016 fließt. Dann könnte die Arbeit weitergehen, während parallel ein grundsätzliches Konzept zu Aufgaben und Finanzierung des Stadtmanagements erarbeitet wird. „Fatal“ wäre es aus Sicht Lydia Keunes, die Bemühungen zurückzufahren oder einzustellen: „Wird dem so genannten Trading-Down-Effekt nicht aktiv gegengesteuert, kann es zu weiteren Auszügen und damit zu einer Beschleunigung des Abwärtssogs in der Innenstadt kommen.“

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