Leuchtfeuer wird eingemottet

Von einer Hubinsel aus erledigt ein Bagger die Abbrucharbeiten für die Mole 2.
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Von einer Hubinsel aus erledigt ein Bagger die Abbrucharbeiten für die Mole 2.

Roter Turm der jetzigen Mole 2 wird eines Tages das Feuer an Mole 1 ersetzen / Mole 2 wird Richtung Elbe verlängert

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29. Dezember 2012, 08:09 Uhr

Brunsbüttel | Acht Monate nach dem symbolischen ersten Spatenstich durch Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer nimmt der Bau der dritten großen Schleuse allmählich Fahrt auf. "Das sind Arbeiten, mit denen zum ersten Mal die Bauarbeiten für die 5. Schleusenkammer auch nach außen sichtbar werden", bestätigt Thomas Fischer, Pressesprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes Brunsbüttel, und zeigt auf den komplett demontierten Turm des bisherigen Leuchtfeuers auf der Mole 2, das bislang die elbseitige Kanaleinfahrt markierte. Der Turm wurde in seiner ganzen Größe auf einen Schwimmponton gehievt, durch die Schleuse geschleppt und wartet jetzt auf die Fertigstellung eines Betonfundaments im Ölhafen, auf dem er - vielleicht sogar über mehrere Jahre - zwischengelagert werden soll.

Unterdessen ist ein auf einer Hubinsel stehender Bagger dabei, den Kopf der Mole 2 auf einer Länge von 25 Metern abzubrechen. Damit wird der Weg frei gemacht, die Mole bogenförmig zirka 75 Meter weit westlich in die Elbe hinein zu verlängern und hier einen neuen Molenkopf für ein neues Leuchtfeuer anzulegen. Die Mole 2 bildet später die östliche Seite der Einfahrt in die Nord- und Südschleuse sowie in die große jetzt zu bauende 5. Schleusenkammer. Rund 7,3 Millionen Euro werden in die neue Mole investiert

"Die Mole 3 wird total verschwinden", kündigt Thomas Fischer an. Stattdessen soll am Nordufer des Kanals eine neue Mole 4 gebaut werden, auf der das Leuchtfeuer der bisherigen Mole 2 zum Einsatz kommen soll. Wann das sein wird, ist noch ungewiss. "Dafür fehlt uns zurzeit das Geld", räumt Fischer ein. Auf der Mole 1 bleibt das bisherige Leuchtfeuer weiter in Betrieb.

"Im Zuge des geplanten Neubaus der 5. Schleusenkammer wird die Geometrie des elbseitigen Vorhafens geändert", heißt es aus dem Wasser- und Schifffahrtsamt. Durch den Wegfall der Mole 3 muss die Mole 2 entlang der Leuchtfeuerlinie verlängert werden. Und im Bereich des Vorhafens wird die Breite der Schleuseninsel von derzeit 160 auf nur noch 60 Meter reduziert werden.

Unterdessen sind die Arbeiten für die Sanierung der Südkammer vorerst unterbrochen worden. Das Baugerät wurde vom kanalseitigen Schleusentor abgezogen, die Vorbereitungen für den Einbau des kanalseitigen Tores sind aber noch in vollem Gange. In der Schleusenkammer der Südschleuse ist das stählerne Tor vertäut, um demnächst wieder eingebaut werden zu können. Erst kürzlich wurde nun der tonnenschwere Tor oberwagen in seine Position eingeschwenkt. Kurz darauf machte er einen ersten Probelauf auf dem neuen Betonfundament mit den bereits montierten Schienen und Ketten. Bis der dauerhafte Betrieb aufgenommen werden kann, muss der Beton jedoch noch weiter aushärten.

Der Einbau des elbseitigen Schleusentores kann erst nach einigen Tagen erfolgen. "Die Strömung hat inzwischen so viel Schlick hineingedrückt, so dass tagelang freigespült werden muss", erzählte der WSA-Sprecher.

Wie berichtet, sollte die Südkammer schon über Weihnachten für den Schiffsbetrieb freigegeben werden. Allerdings mit der durch das Mitteltor auf zwei Drittel begrenzten Länge der Kammer. Mitte Januar rechnet das Wasser- und Schifffahrtsamt mit dem vollen Betrieb der Südkammer, wenn das elb seitige Tor wieder funktionsfähig sein wird. Im Frühjahr muss die Kammer erneut gesperrt werden, um die Arbeiten am kanalseitigen Schleusentor wieder aufnehmen zu können.

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