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Attraktive Innenstadt : Leuchtendes, blühendes Glückstadt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Kaufmannschaft möchte die Innenstadt attraktiver gestalten – Aktivkreis zur Baum-Beleuchtung entlang des Fleths gebildet.

von
erstellt am 26.Jan.2016 | 05:00 Uhr

Wird Glückstadt ab Herbst dieses Jahres in einer Lichterallee erstrahlen? Geht es nach dem Willen eines großen Teiles der ansässigen Kaufmannschaft, dann ja. Die Aktivrunde – eingeladen von Stadtmanager Jingkai Shi – sprach sich einhellig für das Projekt aus.

„Der Glückstadt-Besucher soll sich in heller, freundlicher und attraktiv gestalteter Umgebung wohl fühlen. Dafür wollen wir Impulse schaffen“, erläuterte Sprecher Henning Plotz. Zurzeit macht der Fleth auf beiden Seiten eher schlechte Laune – weil sich die Straßenzüge mit dem Wasserlauf außerhalb der Geschäftsbeleuchtung dunkel und wenig attraktiv darstellen. Gedacht ist in der Vorstellung an die Illumination der Bäume vom Norder-, Markt- bis zum Süderfleth mit Lichterketten. Und zwar nicht nur in der dunklen Jahreszeit, sondern ganzjährig. Eine optisch reizvolle Vorstellung für die Befürworter. Denn der Blick sowohl aus Richtung Freibad oder vom Hafenkopf fällt sofort auf die Fleth-Baumreihe.

Ziel des Aktivkreises ist es, vorläufig etwa 50 Bäume mit sogenannten „mitwachsenden Ketten“ auszurüsten. Zur Anschauung sind zurzeit zwei Bäume am Marktfleth so ausgerüstet. „Ich habe allein davon schon einen ganz positiven Eindruck“, sagte Geschäftsmann Horst Meiners.

„Einwohner und Gäste sollen einfach das Erlebnis einer attraktiven, lebendigen Stadt erhalten“, betonte Henning Plotz die Idee. Der Gastronom und Unternehmer sprühte voller Ideen vom besser ausgeleuchteten und eventuell erweiterten Weihnachtsmarkt, Lichtshows, Musikveranstaltungen, Lichter-Picknick, Gastro-Hopping-Dinner und unendlich viel mehr. Dazu könnten auch Spaß-Turniere entlang des Flethes zählen. Plotz: „Wir sollten uns für Maßnahmen stark machen, die Aufsehen erregen, in unserer Gegend einmalig sind und die positive Emotionen auslösen. Dem Glückstadt-Besucher muss etwas Einmaliges geboten werden, so dass dieser Personenkreis gerne immer wieder hierher kommt – und davon berichtet.“

Jingkai Shi – der sich gerne als Koordinator der Runde zur Verfügung stellte – erläuterte zur technischen Umsetzung, dass eine Genehmigung Seitens des Denkmalschutzs nicht erforderlich sei. „Natürlich müssen wir die Eignung der Bäume klären. Für einzelne, größere Bäume sind individuelle Lösungen anzustreben.“

Die technische Umsetzung könnte mit Unterstützung der Stadtwerke – diese signalisierte Geschäftsführer Karl-Heinz Jacobs – eingeleitet werden. An Kosten taxierte Shi zwischen 500 und 700 Euro pro Baum für die Lichter, Montage und Unterhaltung. Wobei sich die Kosten im Laufe der Jahre auf die reine Unter- beziehunsweise Erhaltung reduzieren. Ein Bankinstitut soll die Vorfinanzierung sichern. Gedacht ist, dass sich in erster Linie die Kaufmannschaft diese Kosten teilt, aber es könnte sich auch jeder privat daran beteiligen – schon um ein „Wir-Gefühl“ zu erzeugen. „Mit 30 Euro monatlich müssten wir auskommen“, war sich Henning Plotz sicher.

Spontane Aktion während der Veranstaltung: Das Team vom Bistro „Nettchen“ am Hafenkopf stellt vom Trinkgeld eine Summe zur Verfügung. Als äußeres Zeichen erhält das Team dafür eine Zertifizierung beziehungsweise Baum-Aktie. Fernziel der Aktion sollte sein, etwa 100 Beteiligte zu werben. Mit den Einnahmen könnten dann weitere Aktivitäten gestartet werden. Zu solchen Aktivitäten zählt auch eine angedachte Bepflanzung markanter Flächen in der Innenstadt.

Igor Neer, Juniorchef der mütterlichen Gärtnerei, erläuterte der Versammlung seine Vorstellungen. Die gehen von der Bepflanzung beider Kreisel am Hafenkopf über Blumenkästen, die an den Flethbrücken angebracht werden, bis hin zur pflanzlichen Ausschmückung der Straßenbeleuchtung entlang des Flethes, Marktes und anliegender Straßen. Auch hier gibt es vieles zu bedenken hinsichtlich Größe, Bepflanzung und der Bewässerung. Igor Neer: „Wir bekommen das hin.“

Henning Plotz: „Andere Regionen machen es vor. Aber auch wir können es schaffen, die touristische Attraktion weiter zu steigern. Neben dem Hafen sind die Straßen am Fleth mit dem historischen Marktplatz Pfunde, mit denen wir wuchern können. Diese Aktionen kommen allen Bürgern zu Gute.“ Der größte Teil der Versammlungsteilnehmer trug sich in die Unterstützer-Listen ein. Wer sich für die Aktion weiter interessiert, kann sich an Henning Plotz oder Jingkai Shi wenden.

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