Wrist : Leuchtende Weihnachtswelt im Vorgarten

Erzählt in ihrem Vorgarten aus beleuchteten Figuren eine ganz eigene Weihnachtsgeschichte: Waltraut Karasch aus Wrist.
Erzählt in ihrem Vorgarten aus beleuchteten Figuren eine ganz eigene Weihnachtsgeschichte: Waltraut Karasch aus Wrist.

Waltraut Karasch (71) erzählt in ihrem Garten mit Licht eine eigene Weihnachtsgeschichte.

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10. Dezember 2017, 16:00 Uhr

Eine Lichterpyramide, zwei Weihnachtsmänner und Rentiere auf dem Rasen, Schneemänner an der Wand und ein Nikolaus auf dem Schlitten – es leuchtet, blinkt und blitzt überall im Vorgarten von Waltraut Karasch aus Wrist. Die 71-Jährige erzählt in der Weihnachtszeit in ihrem Garten mit Licht eine eigene Weihnachtsgeschichte. „Seitdem ich hier wohne, stelle ich die Figuren auf, weil ich viel Freude an Beleuchtung in der dunklen Jahreszeit habe“, erzählt sie. Mit ein, zwei Weihnachtsmännern hat es einmal vor Jahren angefangen.

Ursprünglich aus Hamburg kommend, wohnt Waltraut Karasch schon seit 25 Jahren in Wrist und in ihrem jetzigen Haus seit 20 Jahren zur Miete. „Hier kann ich mich frei entfalten“, freut sich die Rentnerin. Ihre leuchtende Sammelleidenschaft fing mit einigen Tierfiguren an. „Als ich von der Arbeit in Hamburg bei einem Sonderpostenmarkt vorbei gekommen bin, da hatten die so viele schöne Sachen, die mir gefallen haben. Daran konnte ich nicht einfach vorbei gehen“, schildert sie die Anfänge. Jedes Jahr wurden es dann mehr Lichtelemente. Damit es für den Betrachter nicht langweilig wird, variiert sie den Aufbau im Vorgarten. Die aktuell aufgebaute Pyramide hat sie in einem Katalog gesehen – und schnell gehandelt. „Da habe ich gedacht, die ist gar nicht so schlecht und sie gleich bestellt.“

Jeden Tag stellt sie das Licht nun von 16 bis 22 Uhr an. „Ich habe auch schon einmal mehr Lichter gehabt, aber inzwischen habe ich bei dem ganzen Gewimmel gemerkt: Manchmal ist weniger mehr“, sagt sie, und baut ihre Figuren nun sparsamer auf. „Jetzt ist es übersichtlich und erzählt eine schöne Geschichte“, findet sie.

Vor allem für die Passanten ist die beleuchtete Szenerie ein Hingucker. „Alle, die das sehen, finden es gut“, hat sie festgestellt. „Wenn Kinder vorbeikommen, bleiben sie stehen, viele haben es schon fotografiert. Sie kommen jedes Jahr wieder, um zu gucken, wie der Garten in diesem Jahr geschmückt wurde.“

Den Aufbau bewerkstelligt Waltraut Karasch ganz alleine. „Mit Anleitung, Kabeln, Erdsteckern und Spießen geht das ruckzuck.“ Mit der Zeit habe sie eine gewisse Übung darin entwickelt. „Ich habe meist ein Konzept im Kopf“, sagt sie. „Was ich machen wollte, habe ich bisher auch immer geschafft.“

Da die meisten Figuren aus Drahtgeflecht bestehen, sind sie auch einfach einzulagern. „Ich finde es immer schade, wenn die Weihnachtszeit wieder vorbei ist.“ Ihre Figuren bleiben noch bis Anfang Januar stehen, dann baut sie alles gleichzeitig wieder ab – bis auf den Schneemann. „Den habe ich bisher immer den ganzen Winter über stehen gelassen.“

Nun will die 71-Jährige Licht-Figuren anschaffen, die sie auch im Sommer hinaus stellen kann wie etwa Märchenfiguren. „Die habe ich aber noch nicht bekommen. Hänsel und Gretel beispielsweise wären schön oder Schneewittchen. Die würde ich gruppenweise anordnen. Dann gäbe es im kommenden Jahr wieder etwas Neues.“ In Wrist darf man gespannt sein.

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