Konzert : Lettischer Chor überzeugt Publikum in der Pauluskirche

Latvian Voices:  Elbeforum-Leiter Frank Dehning verteilt Blumen an die  lettischen Sängerinnen.
Foto:
Latvian Voices: Elbeforum-Leiter Frank Dehning verteilt Blumen an die lettischen Sängerinnen.

Wie schon beim Schleswig-Holstein Musik Festival begeisterten die Latvian Voices auch bei ihrem kurzfristig anberaumten Konzert in der Brunsbütteler Pauluskirche. Als Zugabe stimmte der lettische Frauenchor sogar ein deutsches Volkslied an.

shz.de von
04. September 2013, 05:00 Uhr

Ungewohnte Technik und Stimmen verzauberten in der Pauluskirche Brunsbüttel. Das lettische Vokalensemble Latvian Voices gastierte in der Schleusenstadt und die Zuhörer in der fast voll besetzten Kirche bekamen eine Ahnung, warum die singende Revolution im Baltikum gelungen ist.

Pastor Peter Martens begrüßte die Gäste zu dem Konzert, das sich direkt an das Elb-a-Capella-Festival anschloss. In Geesthacht hatte Rolf Zuckowski die Schirmherrschaft übernommen und über Günter Jacobsen aus Brunsbüttel den Kontakt geknüpft. Jacobsen dankte Frank Dehning vom Elbeforum, der sich sofort bereit erklärt hatte, das Konzert zu organisieren. Wegen der laufenden Sanierung des Elbeforums fand der Abend in der Kirche statt.

Das Ensemble formierte sich 2009 in Deutschland und seit dem erobern Laura Jekabsone, Karina Kaminska, Laura Leontjeva, Zane Stafecka, Nora Vitina, Elina Smukste und Andra Blumberga weltweit die Herzen im Sturm. Auch beim Schleswig-Holstein Musik Festival begeisterten sie das Publikum, in Brunsbüttel setzte sich die Erfolgsserie fort.

Kraftvoll füllten die Frauen mit ihren Stimmen die Kirche aus und moderierten sehr sympathisch in englischer Sprache ihre Titel an. Sie erläuterten die lettischen Volkslieder, und auch wenn der Gesang letztendlich nicht verstanden wurde, kam die Botschaft doch bei den Zuhörern an. Die Sängerinnen spielten durch Positionswechsel mit der Akustik und Pop-Songs von U2 oder Seal erklangen fast schon sakral. „The Lion Sleeps Tonight“ und „Stand By Me“ gehörten wohl zu den Höhepunkten des Abends. Als Zugabe überraschten die lettischen Stimmen mit dem deutschen Volkslied „Tanzen und Springen“ von Hans Leo Haßler von Roseneck so sehr, dass niemand der Aufforderung zum Mitsingen nachkam.

Vor dem Konzert und in der Pause hatte der Verein für Kirchenmusik in Brunsbüttel die Bewirtung der Konzertbesucher übernommen – Gelegenheit für angeregte Gespräche.

zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen