Lesestoff

shz.de von
27. September 2015, 13:34 Uhr

Lesen bildet. Ob das auch für die Dauerlektüre von Emails gilt, sei dahingestellt. Wer ein Buch in die Hand nimmt, lernt jedenfalls in den meisten Fällen etwas dazu. Und sei es nur, wie man sich auf vielleicht altmodische Weise gut unterhalten kann. Aber Lesen bildet nicht nur. Mitunter beschert es einem auch Überraschungen. So hatte ein Wilsteraner aus einem Nachlass einen ganzen Packen Bücher bekommen. Bei einem flüchtigen Durchblättern flatterten ihm Zehn-, Zwanzig- und sogar Fünfzig-Mark-Scheine entgegen. Die Vorbesitzer hatten den Lesestoff offenbar als gutes Versteck für ihr Bargeld genutzt. Der Finder überreichte die Scheine den überraschten Angehörigen.

Vermutlich hatte er einmal irgendwo gelesen, dass Ehrlichkeit am längsten währt. Wie gesagt: Lesen bildet.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen