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Für Grundschüler : Lesegeschichten aus Sommerland

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Eigentlich verkauft Andrea Kuhnke aus Sommerland Druckerzubehör, doch ihre Leidenschaft gehört der Schriftstellerei. Jetzt hat sie auch einen Verlag gefunden.

Endlich hat es geklappt. Andrea Kuhnke hat es schon so oft probiert. Immer wieder schickte sie Geschichten zu Verlagen und wartete auf eine Antwort. Wenn Antworten kamen, waren es Absagen. Dann, vor einem Jahr, war es soweit. Ein Verlag für Kinderbücher kaufte sechs Kurzgeschichten. Grundschüler lernen nun mit Texten aus Sommerland das Lesen.

Es sind kurze Geschichten mit einfachen Sätzen, oft in der Reihenfolge Subjekt, Prädikat, Objekt – ganz so wie es das junge Zielpublikum braucht, um die ersten Geschichten zu verstehen.

Aber Andrea Kuhnke schreibt nicht nur für Kinder. „Ich habe mit 14 oder 15 angefangen für Zeitungen zu arbeiten“, sagt die 43-Jährige. Noch heute liefert sie Texte. „Ich finde die Arbeit interessant, man lernt Leute kennen.“ Höhepunkt: Ein Interview mit dem Jahrhundert-Fußballer Fritz Walter in Elmshorn. Schreiben kann sie allerdings nur nebenbei. Das war bei ihr schon immer so.

Nach der Schulzeit in Horst lässt sich Andrea Kuhnke zur Hotelfachfrau ausbilden, arbeitet in England und in der Schweiz. Ihr Asthma zwingt sie zu einer zweiten Ausbildung: Bürokauffrau. Anschließend steigt Kuhnke in den Betrieb des Vaters ein. Mittlerweile ist sie verheiratet, hat selbst einen Sohn. Mit dem Schreiben ihr Geld verdienen – darauf verlässt sie sich nicht. Leidenschaft bleibt es trotzdem. Die Firma des Vaters übernimmt sie 2006.

Sie verkauft Zubehör für Drucker, Kopierer und Faxgeräte in der Region. Während sie sich beruflich neu aufstellt, entdeckt sie das Drehbuchschreiben für sich. Darin geht sie auf, investiert viel Zeit. Wenn sie nicht arbeiten muss, schreibt sie – am Esstisch, auf dem Sofa, im Bett. „Ich habe viel Fantasie, das bringt mir viel Spaß. Ich kann dann gar nicht anders, dann vergesse ich sogar zu essen.“

Nur aus Spaß schreibt sie trotzdem nicht: „Ich bin fest davon überzeugt, dass ich ein Drehbuch verkaufen werde.“ Kuhnke versucht trotz ihrer Firma auch als Autorin professionell zu sein. Sie setzt sich selbst Abgabetermine, nimmt an Seminaren von ARD und ZDF und Wettbewerben teil, besucht Filmfeste. Sie schreibt einen Thriller. Seit drei Jahren entwickelt sie mit ihrer Schwester ein Reihenkonzept. Auch mit ihrer Mutter, die ebenfalls einige Geschichten veröffentlicht hat, setzte sie viele Ideen um. Kuhnke ist in Kontakt zu Regisseurin. Der Moment für ihr Drehbuch muss der richtige sein. Sie muss Glück haben, bis es dann endlich klappt.

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erstellt am 14.Okt.2013 | 17:15 Uhr

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