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Verbandsversammlung Stadtentwässerung Glückstadt : Lentzenweg bald offen - Gebühren bleiben stabil

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Verbandsversammlung Stadtentwässerung tagt in neuer Zusammensetzung.

Die Bauarbeiten am Lentzenweg sollen in elf Tagen beendet sein. Das erklärte Heike Weißmann in der Sitzung der Verbandsversammlung der Stadtentwässerung (SEG) Glückstadt. „Eigentlich sollte der Lentzenweg schon 2016 fertig sein“, fügte die Ingenieurin vom Abwasserzweckverband (AZV) Südholstein mit Sitz in Hetlingen/Kreis Pinneberg hinzu. „Doch es zieht sich hin – zum Leidwesen der Anwohner.“ Ein Grund sei gewesen, dass die Pläne nicht mit den tatsächlichen Gegebenheiten übereinstimmten. Auch sei einiges bei Baumaßnahmen abgesackt. Für die Stadtentwässerung bliebe die Baumaßnahme aber im Kostenrahmen. Die Sanierung der Schmutzwasserleitung hatte im Juni 2016 begonnen.

Baumaßnahmen, Finanzen und neue Mitglieder in der Verbandsversammlung waren die Kernthemen der Sitzung. Vorsitzender Manfred Lück vereidigte zu Anfang neue Mitglieder. Denn erstmals tagten auch vier Vertreter der Umlandgemeinden mit: Kollmars Bürgermeister Klaus Kruse, Maren Nagel, Bürgermeisterin der Engelbrechtschen Wildnis, Niels Schilling, Bürgermeister der Blomeschen Wildnis, und in Vertreter für Herzhorns Bürgermeister Wolfgang Glißmann war Gemeindevertreter Klaus Fox gekommen. Danach ging es um Haushaltszahlen – mit positiver Nachricht über das Jahresergebnis der Stadtentwässerung Glückstadt. Die hat in 2016 ein Plus in Höhe von 18.400 Euro gemacht – 4000 Euro mehr als im Jahr davor. Das Geld fließt in die Rücklagen ein. „Mit dem Gewinn stützen wir die Gebühren für die nächsten Jahre“, sagte Verbandsvorsteherin Christine Mesek.

Die vier Umlandgemeinden hatten im Mai dieses Jahres ihre gemeinsame Transportleitung an die SEG übertragen. Jetzt erfuhren die neuen Vertreter, was seither bereits alles damit geschehen ist. Die Pumpwerke an verschiedenen Strandorten wurden untersucht und repariert. Zudem wurde eine Bestandsaufnahme gemacht. „Am Schleuer in Kollmar ist es schlimmer als in Herzhorn“, sagte Heike Weißmann zum Zustand der Leitung. Sie wies auf Feststoffe hin, die sich festsetzten, beispielsweise Feuchttücher, die in Toiletten geworfen und ’runtergespült würden.

Thema waren auch Kanalsanierungen in Glückstadt. Die Abwasserableitung soll „zuverlässig und vor allem zukunftssicher“ sein, so Verbandsvorsteherin Christine Mesek. „Bis voraussichtlich 2028 wird das gesamte Schmutz- und Regenwassernetz umfassend saniert.“ Insgesamt investierte die SEG im vergangenen Jahr knapp zwei Millionen Euro in die Sanierung der Leitungen.

In der Nordmarksiedlung wurden die Kanäle im Pappelweg und im Elsterweg erneuert. Eigentlich sollte in der Nordmarksiedlung in diesem Jahr weitergebaut werden. Doch: „Die Angebote waren nicht wirtschaftlich“, erklärte Heike Weißmann. „Sie lagen über 30 Prozent von dem, was wir veranschlagt haben.“ Deshalb wurde die Ausschreibung aufgehoben und soll im Herbst neu herausgehen.

Genau 978.422 Kubikmeter Abwasser wurden 2016 in der Glückstädter Kläranlage gereinigt, etwas weniger als im Vorjahr. Das Ergebnis der Reinigung blieb so gut wie konstant: 95 Prozent der organischen Schmutzstoffe, 94 Prozent des Stickstoffs und fast 100 Prozent des im Abwasser enthaltenen Phosphors wurden aus dem Abwasser entfernt.

Und es gab auch Wahlen: Die Verbandsvertreter votierten für Klaus Kruse als zweiten Stellvertreter für den Vorsitzenden der Verbandsversammlung, Manfred Lück, sowie mit Manfred Glißmann einen zweiten Stellvertreter für Verbandsvorsteherin Christine Mesek.

 

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erstellt am 14.Jul.2017 | 05:00 Uhr

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