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Leitung liegt im Weg: B5-Ausbau kommt die Stadt teuer zu stehen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Mit dem Ausbau der Bundesstraße 5 kommt auf die Stadt Wilster eine erhebliche Belastung zu. Wie der Leiter des technischen Bauamts beim Amt Wilstermarsch, Roman Stöckmann, jetzt vor dem Bauausschuss berichtete, muss eine von Wilster nach Itzehoe laufende Druckwasserleitung umgeleitet werden. „Die Leitung liegt blöderweise genau dort, wo eine Behelfsbrücke gebaut werden soll.“ Nach der Planung der Landestraßenbaubehörde wird die in Höhe Honigfleth liegende Brücke über die B5 abgerissen. Da soll ein Neubau entstehen, der Platz für eine weitere Spur der Bundesstraße schafft. Die Arbeiten sollen bereits im Sommer starten. Bis der Neubau steht, soll der Verkehr über eine Ersatzbrücke geführt werden (wir berichteten).

Nach Angaben von Stöckmann liegen genau dort neben der städtischen Wasserleitung auch weitere Versorgungstrassen im Erdreich. Betroffen seien auch Strom und Gas sowie der Wasserverband. „Viele technische Fragen sind noch nicht geklärt“, macht Stöckmann deutlich, wie sehr jetzt die Zeit drängt. Vor allem müsse erst einmal eine geeignete neue Trasse gefunden werden. In einem ersten Schritt wird jetzt ein Planungsauftrag an ein Ingenieurbüro vergeben. Die Kosten allein dafür bezifferte Stöckmann mit rund 35  000 Euro. Problem für die Stadt Wilster: Sie ist im Rahmen einer so genannten Folgepflicht vertraglich dazu verdonnert, sich bei Bedarf um eine Verlegung der Leitung zu kümmern – und muss jetzt insgesamt rund 200  000 Euro einkalkulieren, die aber auf die Gebührenzahler umgelegt werden. Allerdings wird mit dem Geld auch gleich ein Leck mit geflickt.

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erstellt am 15.Mär.2016 | 11:25 Uhr

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