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Norddeutsche Rundschau

12. Dezember 2017 | 21:13 Uhr

Traumberuf : Lehrer, Polizist oder Politiker?

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Zwei Tage lang haben Jugendliche in Itzehoe versucht, ihren persönlichen Stärken auf die Spur zu kommen. Nur zwei von 14 hatten einen konkreten Berufswunsch.

von
erstellt am 10.Apr.2016 | 14:00 Uhr

David Willmann ist der Typ, der die Dinge gerne selbst in die Hand nimmt. Der 18-Jährige ist teamfähig und kann gut erklären. „Außerdem kann ich gut um den heißen Brei herumreden“, sagt er und lacht, „aber ob das eine Stärke ist, weiß ich nicht.“

Gemeinsam mit 13 weiteren Teilnehmern hat Willmann gestern und vorgestern versucht, seinen persönlichen Stärken auf die Spur zu kommen. „Powercheck“ heißt das Seminar, bei dem er mitmacht, angeboten von Gemeindepädagogin Simone Demsky, Pastor Stefan Behrendt und Coach und Imageberaterin Sonja Hinrichs. „Es braucht Orte außerhalb von Schule, an denen sich die Jugendlichen Gedanken über sich selbst machen können“, erklären die drei ihre Motivation. Wie dringend der Bedarf ist, zeigte sich beim Seminar schnell: „Von 14 Teilnehmern hatten nur zwei eine konkrete Vorstellung davon, was sie nach der Schule machen wollen“, stellt Stefan Behrendt fest.

David Willmann ist einer davon. Seit Langem schon will der Abiturient Polizist werden, die Bewerbung ist schon abgeschickt. „Es ist meine Grundüberzeugung, Menschen zu helfen und die Welt sicherer zu machen.“ Seinen Berufswunsch verrät er beim „Powercheck“ aber zunächst nicht. „Das hätte die Ergebnisse vielleicht zu sehr beeinflusst.“

Zwei Tage lang heißt es für Willmann: Fragebögen ausfüllen, Gespräche führen, Filme anschauen und Bücher wälzen. Ob er gut mit Tieren umgehen könne und wie sozial er sei, muss er beispielsweise auf einer Skala von eins bis fünf bewerten. Am Ende stellt sich heraus: „Der Polizei-Beruf passt zu mir. Ich bin darin bestärkt worden.“ Hinzu kommen neue Erkenntnisse: Weil er gut erklären kann, passt auch eine Arbeit als Lehrer zu Willmann, und weil er sich für Politik interessiert, wäre auch das ein mögliches Arbeitsfeld. „Ich bin froh, ein paar Alternativen kennengelernt zu haben, falls es mit der Polizei doch nicht klappt.“

Aus Sicht der Dozenten sind die Ziele des „Powerchecks“ erfüllt: „Jeder hat eine Liste mit mindestens drei passenden Berufen erarbeitet, und bei jedem gab es mindestens eine kleine Veränderung seiner Vorstellungen“, resümiert Stefan Behrendt. „Jetzt habt ihr euer Leben selbst in der Hand.“

> Ein weiterer „Powercheck“ soll am 27. und 28. Oktober stattfinden, bei Nachfrage auch am 10. und 11. Juni. Anmeldung bei Stefan Behrendt unter 04821/1334295 oder stefan.behrendt@czi.de, Kosten: 50 Euro.

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