Kernkraftwerk Brokdorf : Leckstelle in Anschlussleitung beim Atomkraftwerk entdeckt

Das Kernkraftwerk Brokdorf.
Das Kernkraftwerk Brokdorf.

Im Atomkraftwerk Brokdorf wurde ein Leck gefunden. Der Betreiber stuft das Ereignis in der Kategorie „N“ ein.

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11. August 2020, 16:59 Uhr

Brokdorf | Im Kernkraftwerk Brokdorf hat die automatische Leckageüberwachung eine Undichtigkeit an einer Rohrdurchführung signalisiert. Betroffen ist eine Rohrdurchführung an einer Frischdampfleitung im Reaktorsicherheitsbehälter. Bei den daraufhin vorgenommenen Dichtheitsprüfungen konnte an der Rohrdurchführung selbst keine Leckage ermittelt werden. Dagegen wurde in einer nicht absperrbaren Anschlussleitung eine kleine Leckstelle im Grundmaterial festgestellt. Das teilte gestern das Energiewendeministerium in Kiel mit.

Reaktorsicherheitsbehälters nicht betroffen

Die Dichtheit der Frischdampfleitung und des Reaktorsicherheitsbehälters seien nicht beeinträchtigt, Auswirkungen auf den Betrieb des Kernkraftwerks ergäben sich nicht. Die Undichtigkeit werde im Rahmen einer Instandsetzung behoben. Die Reaktorsicherheitsbehörde habe zur Ursachenklärung Sachverständige hinzugezogen. Betreiber Preussen Elektra habe das Ereignis der Kategorie „N“ (Normalmeldung) zugeordnet und der Reaktorsicherheitsbehörde fristgemäß gemeldet.

Dichtheit wird kontinuierlich überprüft

Wie das Ministerium dazu weiter erläutert, werde die Dichtheit der Rohrdurchführungen im Reaktorsicherheitsbehälter im Kernkraftwerk Brokdorf kontinuierlich durch ein extra dafür vorgesehenes Stickstoffdruckpolster auf Leckagen überwacht. Bei einer Undichtigkeit falle der Druck ab, was über eine Hinweismeldung signalisiert werde. Die festgestellte Leckstelle befinde sich in der Rohrleitung, über die der Stickstoffüberdruck aufgeprägt werde.

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