zur Navigation springen

Osteoporose-Hilfe : Lebensfreude trotz Schmerzen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Seit 20 Jahren tauschen sich Betroffene in der Osteoporose-Selbsthilfegruppe des Roten Kreuzes aus.

Lebensfreude durch gelebte Selbsthilfe: Gegenseitige Hilfe und gemeinsame Aktivitäten bietet die Osteoporose-Selbsthilfegruppe des Roten Kreuzes Itzehoe. Es ist eine kleine, aber für die Betroffenen sehr wichtige Gruppe. Leiterin Ilse Laatz weiß, warum: „Durch die Gruppe haben wir an Lebensqualität gewonnen“, sagt die 80-Jährige.

Jeden zweiten Donnerstag kommen die Aktiven im DRK-Haus in der Lindenstraße 56 zusammen, um unter fachkundiger Anleitung von Hanni Lacher zu sporteln. Um die Mobilität der an Osteoporose Erkrankten zu erhalten, sieht das sportliche Programm die Kräftigung mit Hanteln, Bällen und Therabändern vor. „Dehnung und Entspannung in Form von Fantasie-Reisen sind außerdem sehr wichtig“, erklärt Hanni Lacher.

Einige Aktive kennen sich bereits seit 20 Jahren. Damals gab die inzwischen verstorbene Erika Fischer vom DRK Kellinghusen die Initialzündung für die Gründung einer Selbsthilfegruppe. Auch die heute 86 Jahre alte Iris Hansen aus Itzehoe suchte 1994 Gleichgesinnte, die sich nicht damit abfinden wollten, von einer Krankheit besiegt zu werden. „Man kann die Krankheit nicht heilen, aber durch Tabletten, die richtige Ernährung und viel Bewegung aufhalten“, sagen die Frauen und betonen: „Wir treffen uns nicht, um Trübsal zu blasen.“

Osteoporose bedeutet wörtlich „poröser Knochen“. Bei dieser Krankheit, die in Deutschland mehr als sechs Millionen Menschen betrifft, verlieren die Knochen an Substanz und Festigkeit, brechen leichter. Meist betreffe es Frauen nach den Wechseljahren, erzählen die Mitglieder der Selbsthilfegruppe und erinnern sich an die anfänglichen Gelenkschmerzen. Damals sei Osteoporose nicht so bekannt gewesen. Inzwischen ist es zu einer Volkskrankheit geworden. Betroffen sind nicht nur die Erkrankten, sondern auch ihr gesamtes Umfeld. Die Krankheit beeinflusst den Menschen in seiner Gesamtheit.

„Uns ist es wichtig, dass wir uns bei unseren Treffen bei Kaffee und Kuchen austauschen können, Vorträge anhören oder auch mal einen Ausflug unternehmen“, sagt Ilse Laatz. Und jeder, der in den vergangen Jahren neu dazu gestoßen ist, bestätigt: Der Austausch mit anderen Betroffenen sei ein wichtiger Schritt nach vorne. Neue Mitglieder sind jederzeit willkommen. „Wir treffen uns am zweiten und vierten Donnerstag eines Monats um 14.45 Uhr“, sagt Ilse Laatz. „Trotz Schmerzen wollen wir Freude am Leben haben – das verbindet uns.“

> Kontakt: Ilse Laatz, 04821/82622.

 

 

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen