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Norddeutsche Rundschau

14. Dezember 2017 | 18:30 Uhr

Leben mit der Diagnose „Krebs“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Veranstaltungsreihe des Wattolümpia-Vereins thematisiert die für Betroffene erschreckende Krankheit

von
erstellt am 14.Aug.2015 | 05:10 Uhr

Die Diagnose „Krebs“ ist so etwas wie ein Schlag in die Magengrube. Erstmal Luft holen und wieder richtig zu sich kommen – das verlangt allen Beteiligten Kraft ab. Therapiemöglichkeiten und auch der Umgang mit der Diagnose werden seit sieben Jahren in den Brunsbütteler Krebs-Informationstagen aufgegriffen. Dahinter steht der Wattolümpia-Verein mit Initiator Jens Rusch. In der Info-Reihe sprechen auf ihren Gebieten renommierte Fachleute nicht für Mediziner-Kollegen, sondern für ein Publikum, das nicht mit Fachausdrücken eingedeckt werden will, sondern sich brauchbare Informationen für den Alltag erhofft.

Die bekommen sie in diesem Jahr wieder vom 15. bis 30. September – wohl zum letzten Mal in der Galerie Rusch an der Schulstraße in Brunsbüttel. Für das im Sommer in Betrieb genommene Krebsberatungszentrum Westküste an der Koogstraße sei die Planung zu spät gekommen, sagt Rusch. Andererseits biete die Galerie mit 80 Plätzen mehr Raum. Und der werde inzwischen benötigt. Der Grund liegt für Rusch auf der Hand: Anders als in Kliniken mit ähnlichen Vorträgen sei auf gewissermaßen neutralem Boden die Hemmschwelle niedriger, die kostenlosen Informationsangebote zu besuchen. „Wissen hilft überleben“, sagt Jens Rusch, der 14 Jahre nach einem Tumor inzwischen als so genannter „Longtime Survivor“ gilt, als Langzeitüberlebender.

Angesprochen werden mit den Krebs-Informationstagen nicht nur Betroffene, sondern auch Verwandte und Freunde. Auch die müssten den Umgang mit der Diagnose lernen, weiß Rusch.

Den Auftakt bildet „Wenn die Lymphknoten bösartig werden: Maligne Lymphome“ von Christoph zur Verth, Oberarzt der Medizinischen Klinik im Klinikum Itzehoe mit Schwerpunkt internistische Onkologie. Sein Vortrag am 15. September beginnt um 19.30 Uhr, wie die anderen Vorträge auch.

Am 18. September stellt sich die Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft vor. Geschäftsführerin Katharina Papke ist seit vielen Jahren Ansprechpartnerin des Wattikan, der die Gesellschaft regelmäßig aus Einnahmen der Wattolümpiade unterstützt.

Über „Ganzheitliche Therapien bei Krebserkrankungen“ spricht Jutta Trautman von der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr am 22. September. Ein wichtiges Feld in der unterstützenden Behandlung findet Rusch, auf dem sich allerdings auch viele Scharlatane tummelten. Umso wichtiger sei sachgerechte Information.

Mit „Darmkrebs – Fortschritt in Vorbeugung und Behandlung“ referiert Prof. Dr. Thomas Hermann am 24. September. Der Onkologe gilt als Koryphäe auf seinem Gebiet und ist seit 1. Juli gemeinsam mit Prof. Dr. Dr. Sixtus Keck Chefarzt am Heider Westküstenklinikum.

Ein für viele Krebspatienten spezielles Thema greifen die Brunsbütteler Zahnärzte Katharina Gößling und Markus Monsees am 29. September auf: „Zahnimplantate als Chance nach Tumoren in der Mundhöhle“.

Wollen Krebskranke nur Betroffenheit aus ihrem Umfeld erfahren? „Nein!“, sagt Jens Rusch. Zum erforderlichen Lebensmut gehört für ihn mehr. Deshalb hat er als Abschluss der Informationsreihe am 30. September den Film „50/50“ ins Programm genommen. Regisseur Jonathan Levine hat der Krankheit in seinem Film eine komische Seite abgerungen – ohne das Thema platt aufzubereiten.

>Infos: www.wattopedia.de

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