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Norddeutsche Rundschau

12. Dezember 2017 | 23:13 Uhr

Launige Feier mit Kaiser Karl

vom

Festakt zur Feier des Stadtjubiläums im randvollen theater itzehoe / Innenminister Andreas Breitner gratuliert als Festredner

shz.de von
erstellt am 25.Mai.2013 | 03:59 Uhr

itzehoe | Ein Kaiser moderiert die Jubiläums-Gala - welche Stadt kann das schon von sich behaupten? Itzehoe kann es: Beim Festakt zur Feier der Verleihung der Stadtrechte vor 775 Jahren schlüpfte gestern im theater itzehoe Radiomann Peter Bartelt in die Rolle Karls des Großen.

Launig sollte die "Feierstunde im Siebendreiviertel-(T)akt" sein, und nicht ganz ernst gemeint. Das war spätestens dann klar, als Kaiser Karl berichtete, die Stör habe der Stadt Handel und Wohlstand gebracht, aber auch eine Bürgerinitiative. Oder als beim Gastspiel hinter den Klostermauern der Zisterzienserinnen die Gesangsklasse von Frauke Thalacker aus der Musikschule der Volkshochschule in Nonnenkostümen auftrat - und mit Nummern aus "Sister Act" für Stimmung sorgte.

Wie sagte doch der Bürgermeister? "Die Menschen, nicht die Häuser, machen die Stadt", zitierte Dr. Andreas Koeppen Perikles und dankte dem Organisationsteam um Stadtmanagerin Lydia Keune-Sekula, dem Arbeitskreis Itzehoer Geschichte, der das Buch "Itzehoe - Bilder erzählen" herausgebracht hat, sowie den Organisatoren der Partnerschaftswoche zur Feier der

25-jährigen Freundschaft mit La Couronne, an der Spitze Renate Wilms-

Marzisch vom Partnerschaftsverein und Anke Vollstedt aus dem Rathaus.

Koeppen stellte auch die vielen Vorzüge der Stadt heraus wie den Bildungsbereich, Sport, Kultur. Er bleibe dabei: "Itzehoe ist liebenswert und lebenswert." Der Bürgermeister lobte die hiesigen Firmen, kritisierte dafür mit Blick auf Prinovis Konzerne, die auf Gewinnmaximierung aus seien. In diese Kerbe schlug auch Innenminister Andreas Breitner und betonte: "Wir lassen Sie mit ihren Problemen nicht hängen."

Der SPD-Politiker unterstrich, dass mit der Reform des kommunalen Finanzausgleichs die Regionen gestärkt würden - und in ihnen besonders die Zentren, die Leistungen für die Fläche vorhielten. Städte müssten unverwechselbar bleiben: "Es ist der Stadt Itzehoe gelungen, die notwendige Mischung aus Tradition und Moderne zu bewahren und ihren Einwohnern hervorragende Lebensbedingungen zu bieten", sagte Breitner. Weiter sei viel Arbeit nötig, das Erfolgsgeheimnis seien die Anteilnahme und die demokratische Teilhabe der Bürger. Das verband der Innenminister mit einem Aufruf, morgen bei der Kommunalwahl die Stimme abzugeben.

Dann blickte Karl der Große, wie eingangs schon Bürgervorsteher Heinz Köhnke, auf die Vergangenheit der Stadt zurück, die nicht vom Kaiser, aber zu seiner Zeit gegründet worden war. Dazu gehörte die letzte Hinrichtung 1856, wie anderes auch dargestellt vom Teatro Spectaculo. Karls Aufmunterung nach dem dramatischen Beilhieb: "Nun aber wieder Kopf hoch!" Das Duo Damenkraft und ein Paar aus der Tanzschule Giesen entführte in die 1920er Jahre, den Abba-Sound der 70er ließen Richard Rossbach und Band sowie Dörte Scharff und weitere Sängerinnen ihrer "Mamma Mia"-Crew aufleben. Am Ende war Hymnen-Zeit: "Itzehoe, ich mag dich sowieso!"

Schluss nach höchst gelungener Gala - und das randvolle Theater applau dierte stehend.

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