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Vermisster aus Marne : Lars Mittank: Doch keine Spur in Bulgarien

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Seit Juli wird der 28-Jährige aus Marne vermisst. Ein konkreter Hinweis machte der Familie zunächst Hoffnung.

shz.de von
erstellt am 09.Okt.2014 | 11:05 Uhr

Marne/Varna | Seine Freunde und Familie geben nicht auf. Auch wenn gerade erst eine konkrete Spur im Sande verlaufen ist. „Es handelt sich nicht um Lars, sondern um einen Engländer, welcher ihm sehr ähnlich sieht“, schreibt die Mutter des vermissten 28-Jährigen aus Marne im Kreis Dithmarschen auf Facebook. Wachmänner wollten Lars Mittank auf Überwachungsvideos erkannt haben. Dann war es aber doch nur ein Mann, der dem vermissten Schleswig-Holsteiner sehr ähnlich sieht. Das bestätigt der Privatdetektiv Andreas Gütig dem NDR. Er ermittelt im Auftrag von Mittanks Familie in Bulgarien.  

Seit dem 8. Juli wird Lars Mittank vermisst. Das letzte Mal gesehen wurde er in Varna am Flughafen. Der 28-Jährige war mit Bekannten an den bulgarischen Goldstrand gereist. Er geriet in eine Schlägerei und wurde am Trommelfell verletzt. Das hatte Folgen. Denn er durfte mit der Verletzung nicht fliegen und musste in Bulgarien zurückbleiben. Seine Bekannten traten am 7. Juli den Heimflug an.

Sorge machte seiner Familie ein Anruf in der folgenden Nacht: Lars Mittank erzählte seiner Mutter, er fühle sich nicht sicher. Am nächsten Tag ging er zum Flughafenarzt, um sich erneut untersuchen zu lassen. Doch dort rannte er plötzlich in Panik aus der Praxis - ohne Gepäck, Handy und Ausweis. Überwachungskameras zeigen, wie er aus dem Flughafen von Varna läuft, über einen 2,5 Meter hohen Zaun mit Stacheldraht klettert und verschwindet. Seitdem fehlt von Lars Mittank jede Spur.

Der mysteriöse Fall macht längst bundesweit Schlagzeilen. Kürzlich beschäftigte sich die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ungelöst ...“ mit dem Verschwinden des 28-Jährigen. Davor berichtete bereits Spiegel TV darüber. Auch bulgarische Medien thematisieren den Fall.

Trotz des jüngsten Rückschlags gibt Mittanks Familie die Hoffnung nicht auf. „Denn es gibt noch viele weitere Hinweise in und um Varna. Diese werden zur Zeit geprüft. Die Detektei arbeitet Tag und Nacht sehr hart und steckt ihr ganzes Herzblut in die Suche“, schreibt Mutter Sandra Mittank auf Facebook. Die Seite betreibt sie gemeinsam mit Arbeitskollegen ihres Sohnes. Mehr als 13.000 Menschen folgen der Suche dort. Auch durch die Seite www.findet-lars-mittank.de hoffen sich die Angehörigen Unterstützung. Die Vermisstenanzeige ist dort in 13 Sprachen veröffentlicht – nicht nur in Englisch und Bulgarisch.

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