Vermisster aus Marne : Lars Mittank: Die Suche geht bei „Aktenzeichen XY“ weiter

Die Überwachungskamera am Flughafen Varna machte diese Bilder von Lars Mittank.
Die Überwachungskamera am Flughafen Varna machte diese Bilder von Lars Mittank.

Seit Juli 2014 wird der 29-Jährige aus Marne vermisst. In einer ZDF-Spezialsendung wird der Fall am Mittwoch erneut aufgerollt.

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01. Juni 2015, 16:58 Uhr

Marne/Varna | Wo ist Lars Mittank? Mit dieser Frage beschäftigt sich am Mittwochabend um 20.15 Uhr die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY-Spezial - Wo ist mein Kind?“ Seit dem 8. Juli 2014 wird der aus Marne in Dithmarschen stammende Mann vermisst. Das letzte Mal gesehen wurde er im bulgarischen Varna am Flughafen.

Der 29-Jährige war mit Bekannten an den bulgarischen Goldstrand gereist. Er geriet in eine Schlägerei und wurde am Trommelfell verletzt. Das hatte Folgen. Denn er durfte mit der Verletzung nicht fliegen und musste in Bulgarien zurückbleiben. Seine Bekannten traten am 7. Juli den Heimflug an.

Sorge machte seiner Familie ein Anruf in der folgenden Nacht: Lars Mittank erzählte seiner Mutter, er fühle sich nicht sicher. Am nächsten Tag ging er zum Flughafenarzt, um sich erneut untersuchen zu lassen. Doch dort rannte er plötzlich in Panik aus der Praxis - ohne Gepäck, Handy und Ausweis. Überwachungskameras zeigen, wie er aus dem Flughafen von Varna läuft, über einen 2,5 Meter hohen Zaun mit Stacheldraht klettert und verschwindet. Seitdem fehlt von Lars Mittank jede Spur.

So könnte der vermisste Lars Mittank mit Bart aussehen.
Screenshot www.findet-lars-mittank.de
So könnte der vermisste Lars Mittank mit Bart aussehen.
 

Der mysteriöse Fall machte bundesweit Schlagzeilen. Bereits im Herbst beschäftigte sich die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ungelöst ...“ mit dem Verschwinden des 29-Jährigen. Davor berichtete bereits Spiegel TV darüber. Auch bulgarische Medien thematisierten den Fall.

Die Suche läuft auch über Facebook. Die Seite betreibt Mutter Sandra Mittank gemeinsam mit Arbeitskollegen ihres Sohnes. Fast 15.000 Menschen folgen der Suche dort. Auch durch die Seite www.findet-lars-mittank.de hoffen sich die Angehörigen Unterstützung. Die Vermisstenanzeige ist dort in 13 Sprachen veröffentlicht – nicht nur in Englisch und Bulgarisch.

In der Live-Sendung am Mittwochabend kommt auch ein Beamter der Bezirkskriminalinspektion Itzehoe zu Wort und informiert über den Fall. Er erhofft sich Hinweise aus der Bevölkerung, aus denen sich möglicherweise weitere Ermittlungsansätze ergeben.

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