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Norddeutsche Rundschau

24. August 2017 | 11:18 Uhr

LandZukunft läuft besser als erwartet

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

„Talenteküste Dithmarschen“ fördert Bildung

„Das Projekt LandZukunft ist außerordentlich erfolgreich“, schwärmt Landrat Dr. Jörn Klimant. Unter dem Begriff „Talenteküste Dithmarschen“ wurden seit September 2012 innovative Bildungsprojekte realisiert, acht Innovationspreise vergeben und in Wesselburen und Lunden städtebauliche Maßnahmen realisiert, die bereits gut fünf Millionen Euro an Folgeinvestitionen ausgelöst haben. Die Erwartungen, so Klimant, seien übertroffen worden. Froh ist er vor allem darüber, dass sich die Wirtschaft stark in dem Bildungsbereich engagiert und eine Mitverantwortung übernimmt. „Bildungsthemen haben durch das Projekt einen zusätzlichen Schub bekommen.“

Das Interesse an den Maßnahmen ist größer, als Klimant und Regionalmanager Dennis Smuda geplant hatten. Allein beim Talentekompass ist mit 460 Kindern das für Ende des Jahres festgesetzte Ziel bereits erreicht worden. Brunsbüttel gilt dabei mit dem Aufbau einer regionalen Bildungskette als Modellprojekt. Ziel ist, alle sieben Kitas und die beiden Grundschulen besser zu vernetzen, die Eltern mit ins Boot zu holen, ihnen niederschwellige Angebote zu unterbreiten und somit eine Bildungskette aufzubauen, die junge Menschen vom Kleinkindalter bis zur beruflichen Ausbildung begleitet.

Große Nachfrage gab es auch beim Praxispool. Statt der anvisierten 6000 Kinder haben bereits über 8000 Mädchen und Jungen die rund 200 Angebote von 42 Unternehmen und Bildungseinrichtungen genutzt. Schon Mädchen und Jungen aus der Kita und der Grundschule sollen die Betriebe vor Ort besser kennen lernen und den ersten Kontakt mit der künftigen Berufswelt knüpfen. Wie zum Beispiel bei Brunsbüttel Ports, wo die Kinder einen Blick hinter die Kulissen werfen dürfen.

Alle Bildungsangebote wurden in einer Datenbank erfasst und damit sichtbar und verfügbar gemacht. Nach Ablauf des Projektes Ende des Jahres soll diese erhalten und gepflegt werden.

Ein Vorzeigeprojekt ist auch die Zusammenarbeit des Gymnasiums Marne mit der Beba Energie in Hemmingstedt, für das die Bildungseinrichtung insgesamt 160 000 Euro in einen Windkanal investierte – 50 Prozent erhielt das Gymnasium aus Fördermitteln.

„Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels hilft LandZukunft, die regionale Wortschöpfung zu erhöhen, Arbeitsplätze zu sichern sowie junge qualifizierte Arbeitskräfte nachhaltig zu binden“, so Klimant, der den Vorsitz des Beirats führt. Für ihn dient das Modellprojekt vor allem dafür, Talente zu entdecken, zu fördern und für die Region festzuhalten. Als einer von vier Kreisen in Deutschland erhielt Dithmarschen 1,8 Millionen vom Bundeslandwirtschaftsministerium zur Zukunftsgestaltung des ländlichen Raumes.

In diesem Jahr steht für Smuda eine qualitative Verbesserung der Angebote im Mittelpunkt. Welche Projekte nach Ablauf der Förderperiode fortgeführt werden, ist zurzeit noch offen. In diesem Monat treffen sich die Beiratsmitglieder, um die einzelnen Projekte zu bewerten und zu überlegen, in welchem Rahmen einzelne Modelle wie zum Beispiel die Verleihung des Innovationspreises in Zukunft realisiert werden können.


>Infos: www.landzukunft-dithmarschen.de


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erstellt am 10.Feb.2014 | 05:00 Uhr

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