zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

23. November 2017 | 23:19 Uhr

Landfrauen kosten frische Milch aus Horst

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

von
erstellt am 07.Mai.2017 | 17:26 Uhr

Der Landfrauenverein Kollmarmarsch hatte zu einem Frühstück in die Meierei Horst eingeladen. Aufsichtsrätin Tatjana Tegel stellte die Arbeitsweise der Genossenschaft-Meierei vor, die im vergangenen Jahr konnte ihr 125-jähriges Bestehen gefeiert hatte. Vor drei Jahren stand die Meierei durch die schwierige Lage auf dem Milchmarkt vor dem Aus, doch „de Öko-Melkburen“ kämpften für den Erhalt der Meierei.

„Gesundheit hängt auch von guten Lebensmitteln ab“, erklärte Tatjana Tegel. „Der Markt wird immer mehr von industriell hergestellten Nahrungsmitteln beliefert. Wenn wir nicht aufpassen und uns einmischen, wird es bald keine hochwertigen Produkte mehr geben“, sagte Tegel. „Wir können nicht die billigste Milch produzieren, aber wir wollen die beste Milch herstellen.“ Die Horster Meierei achte auf Tierhaltung und Nachhaltigkeit, dürfe seit Dezember das Siegel „Ohne Gentechnik“ führen - was jedoch nicht nur Vorteile bringt. „Wir können jetzt keine Milch mehr zukaufen, können aber nachweisen, dass unsere Milch aus der Region kommt.“

Tatjana Tegel erläuterte den Unterschied zwischen Frischmilch und Längerfrische. „Frischmilch wird bei 74 Grad kurzfristig erhitzt, um Keime abzutöten, dabei bleiben die gesunden Milchsäurebakterien erhalten. Die Längerfrische wird sehr hoch erhitzt und schnell abgekühlt oder durch ein sehr feinporiges Sieb gefiltert. In beiden Verfahren werden der Milch die schlechten wie die guten Bestandteile genommen.“ Die Horster Meierei arbeitet mit vier großen Milchtanks, um eine Vermischung von Bio- und konventioneller Milch zu vermeiden. Die Produkte werden schonend nach alter Tradition hergestellt. Das sei zeitaufwändiger und arbeitsintensiver, aber von hoher Qualität, was den leicht erhöhten Preis rechtfertigte, so Tegel. Die Landfrauen konnten Milch unterschiedlicher Fettstufen sowie Sauerrahmbutter, Magerquark und Joghurt probieren. Dabei erhielt Tatjana Tegel Hilfe von Ramona Wiedemann aus Gundelfingen/Donau. Die junge Frau studiert Agrarwirtschaft und absolviert gerade ihr Betriebspraktikum in Krempe.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen