Landesvater besucht ein Schmuckstück

Hablik-Möbel mit Hablik-Sammlung: Katrin Maibaum erläutert  Torsten Albig die Ausstellung.
Hablik-Möbel mit Hablik-Sammlung: Katrin Maibaum erläutert Torsten Albig die Ausstellung.

Ministerpräsident Albig zu Gast im Wenzel-Hablik-Museum – und im Gespräch mit Milchbauern

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31. Juli 2015, 05:00 Uhr

Der Schreibtisch ist aus Eiche und Ebenholz, gefertigt um 1919. „Größer als meiner“, sagt Torsten Albig. Es ist nicht die einzige Gelegenheit, bei der Ministerpräsident im Wenzel-Hablik-
Museum beeindruckt ist.

Gemälde, Besteck, Möbel, „es gibt eigentlich fast nichts, wo er sich nicht ausprobiert hat“, schildert Museumsleiterin Katrin Maibaum bei der Führung durch das Haus in der Reichenstraße. Albig lobt die „tollen Räumlichkeiten“ ebenso wie die „wunderbare Komposition“ der Dauerausstellung im Obergeschoss und der Sonderschau mit Hablik-Porträts im Erdgeschoss. Besucher könnten eine wunderbare Entdeckung machen, schreibt der Ministerpräsident ins Gästebuch. So wie er selbst: Diese Touren in der Sommerpause böten die Chance, in Bekanntes tiefer einzutauchen oder neue Schätze kennen zu lernen. „Dieses Museum als Schmuckstück der Museumslandschaft in Schleswig-Holstein gehört dazu.“

Wenzel Hablik aus der Stadt in der Provinz sei ein Künstler gewesen mit globalem, eher universellem Anspruch – das sei ihm nicht so bewusst gewesen, gibt Albig zu. Harald Brommer, Wolfgang Bitter und Wolfgang Schröder von der Hablik-Stiftung kennen das, so sei es leider: International sei der Künstler bekannt, in Itzehoe selbst werde er dagegen nur wenig wahrgenommen.

Aufbruch zur Besichtigung des restaurierten Esszimmers in der früheren Hablik-Villa in der Talstraße. Der Tag bleibt bunt für den Ministerpräsidenten: Vor der Tür trifft er auf eine kleine Kundgebung von Landwirten, die die Krise auf dem Milchmarkt umtreibt. „Die Lage ist wirklich dramatisch“, sagt Christoph Lutze aus Hohenwestedt, stellvertretender Landesvorsitzender im Bundesverband Deutscher Milchviehhalter. Albig hört zu, verweist auf eine rot-grüne Initiative zu Instrumenten gegen die Krise wie Mengenreduzierung und fragt sich: „Warum ist der Bund so starr?“ Mit Hessen will er auch ein CDU-geführtes Bundesland ins Boot holen, zudem mit dem Landwirtschaftsminister reden. Um den aber will sich die SPD-Bundestagsabgeordnete Karin Thissen kümmern: „Ich mach das schon!“

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