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Norddeutsche Rundschau

25. November 2017 | 01:23 Uhr

Land unter nach Starkregen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Über 30 Millimeter Regen pro Quadratmeter in kurzer Zeit führen in Kellinghusen wieder zu Überflutungen im ganzen Stadtgebiet

shz.de von
erstellt am 24.Mai.2016 | 18:10 Uhr

Hochwasser und überflutete Straßen sind in Kellinghusen nicht völlig ungewöhnlich. In der Regel tritt nach langen Regenperioden die Stör über die Ufer und sorgt so zum Leidwesen der betroffenen Bewohner für Überschwemmungen im Stadtgebiet.

Aber es geht auch anders und vor allem schneller: Montagabend bescherte plötzlich einsetzender Starkregen der Freiwilligen Feuerwehr über zwei Stunden lang alle Hände voll zu tun.

„Ab 18 Uhr standen die Telefone in der Feuerwache nicht mehr still. Wasser lief in Sturzbächen von den höher gelegenen Stadtteilen in die tiefer liegende Innenstadt, wo es sich dann einen Weg in die Häuser bahnte“,schildert Feuerwehrsprecher Klaus Rahlf die Situation. Und weiter: „Wenn die Regenfluten mehr als knöchelhoch in den Straßen stehen, halten auch die Kantsteine das Wasser nicht mehr auf. So waren die Steinstraße, Lehmberg- und Lindenstraße hoch überflutet und angrenzende Kellerbereiche liefen voll.“ Die Wehr rückte mit 30 Mann und fünf Fahrzeugen aus. Am Ende waren es sechs Einsätze, die abgearbeitet wurden. Erst gegen 20.15 war der Kampf gegen die plötzlichen Wassermassen beendet, die Wehr konnte wieder einrücken.

Pumpen und Wassersauger kamen zum Einsatz. Manchmal, so Rahlf, reichte es auch aus, die verstopften Gullys zu säubern, um das Wasser ablaufen zu lassen. „Allerdings fand man diese in der braunen Brühe nicht gleich“, schildert er die Suche nach Abflüssen. An einigen Stellen sprudelte das Wasser förmlich aus den Gullys, drückte deren Deckel hoch. Eine heikle Situation, so Rahlf: „Verkehrsgefährdend erwiesen sich die hoch gedrückten Schachtdeckel in der oberen Lindenstraße. Durch eine schnelle Absperrung dieses Abschnittes passierte hier jedoch nichts.“

So schnell wie der Starkregen aufgezogen war, so schnell war es auch wieder vorbei.

Rahlf: „Unmittelbar nach dem Wolkenbruch schien wieder die Sonne und ließ einen beeindruckenden Regenbogen über den unter Wasser gesetzten Straßen entstehen.“

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