zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

12. Dezember 2017 | 18:49 Uhr

Rohrbruch : Land unter in Kellinghusen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Wahre Wassermassen überfluten Kellinghusen. In der Mühlenbeker Straße war ein Rohr gebrochen. Die Ursache waren vermutlich marode Leitungen.

Wasser sind die leidgeplagten Kellinghusener in Mengen gewohnt. Allerdings kommt es üblicherweise durch Starkregenfälle angespült. Dienstagabend kamen die Fluten aus der Tiefe, direkt aus dem Boden. Ein altes Wasserrohr in der Mühlenbeker Straße war geplatzt. Das führte nicht nur zu massiven Überschwemmungen, sondern auch zu starken Fahrbahnschäden. Die Freiwillige Feuerwehr Kellinghusen und die Wasserwerke waren bis gestern Abend im Einsatz, um die Unfallstelle abzusichern, das Leck zu beheben und die gravierendsten Schäden zu beseitigen. Die Arbeiten dauerten: Donnerstagnachmittag konnte die Straße wieder einseitig frei gegeben werden, ab Mitternacht soll sie laut Polizei wieder voll befahrbar sein.

Gegen 20.30 Uhr hatten aufmerksame Bürger festgestellt, dass im Bereich der Mühlenbeker Straße 11 an mehreren Stellen Wassermassen aus dem Fahrbahnrand quollen und die Straße auf einer Länge von 100 Metern bis zur Tankstelle überspült hatten. Die Feuerwehr war gerade auf Übungsfahrt und dadurch in kürzester Zeit am Einsatzort. Sofort wurde die Durchfahrt gesperrt. „Im Bereich der Austrittsstelle, hatte sich bereits eine Wasserblase gebildet und die Fahrbahn um etliche Zentimeter angehoben“, so Feuerwehrsprecher Klaus Rahlf. „Es bestand unmittelbare Gefahr für die Verkehrsteilnehmer.“

Auch einige Anwohner hat es direkt getroffen: Sie waren ohne Wasser. „Oberste Priorität hatte die Herstellung der Wasserversorgung“, berichtet Bürgermeister Axel Pietsch, der sich noch am späten Abend selbst ein Bild von der Situation machte. Torsten Schreier, Betriebsleiter des städtischen Wasserwerks und Mitglied der Feuerwehr war sofort vor Ort und sperrte die betroffene Leitung ab. Bauhof, Polizei, Feuerwehr und Ordnungsamtsleiter Jürgen Rebien besprachen die Lage und entschieden, die Straße bis zur vollständigen Wiederherstellung für den Durchgangsverkehr zu sperren und die umfangreiche Reparatur zu beginnen.

Eine Spezialfirma brach den Asphalt auf und lagerte ihn in Mulden. Nachdem geklärt wurde, wie der Untergrund wieder aufgebaut werden sollte, wurde abschließend eine neue Fahrbahndecke aufgebracht. Dank des Rohrnetzplanes vom Wasserwerk konnten die Anlieger über eine vorhandene Doppelleitung schnell wieder mit Wasser versorgt werden. Drei Haushalte wurden allerdings erst gegen Ende des Tages angeschlossen. Mittelfristig muss entschieden werden, ob die Versorgungsleitung in voller Länge in der Mühlenbeker Straße ersetzt werden soll. Das allerdings solle die Politik entscheiden, sagt Bürgermeister Pietsch. Das Rohrnetz an dieser Stelle sei aus den 1960er Jahren und ohnehin für nächstes Jahr im Sanierungskonzept aufgenommen gewesen. „Ob wir diesen Abschnitt jetzt vorziehen, wird Bestandteil künftiger Beratungen sein“, so Pietsch. Wasserrohrbrüche kämen immer wieder mal vor. Niemand müsse befürchten, dass damit in naher Zukunft häufiger zu rechnen sei. „Unser Netz ist nicht marode“, erklärt der Bürgermeister, der die Zusammenarbeit aller Beteiligten in diesem Notfall lobte.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen