Lagerhalle wird Raub der Flammen

Von der Lagerhalle konnten die Feuerwehrleute nichts mehr retten.
Von der Lagerhalle konnten die Feuerwehrleute nichts mehr retten.

50 Feuerwehrleute aus Kellinghusen und Wrist im Einsatz / Brand nach einer Stunde gelöscht

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20. Juni 2018, 16:16 Uhr

Eine leere Lagerhalle ist am frühen Dienstagabend auf dem Gelände der ehemaligen Liliencronkaserne in Kellinghusen ausgebrannt.

Gegen 17.50 Uhr bemerkten Personen, die auf dem Gelände der ehemaligen Liliencron-Kaserne im Lockstedter Weg arbeiteten, eine starke Rauchentwicklung in der Halle und wählten umgehend den Feuerwehrnotruf 112. Beim Eintreffen des ersten Kellinghusener Tanklöschfahrzeuges stand drei mal zehn Meter großer verschlag in der Lagerhalle in Flammen. Die ersten Trupps mussten mit einem Bolzenschneider ein Vorhängeschloss zerstören, dass an einer Zauntür den unmittelbaren Zugang zur Halle versperrte.

Einsatzleiter Carsten Kautz ließ umgehend die Wehr Wrist nachalarmieren, um genügend Kräfte für den Atemschutzeinsatz und einer möglichen Brandausbreitung zur Verfügung zu haben. So waren letztlich 50 Feuerwehrmänner und -frauen mit acht Fahrzeugen aus beiden Wehren vor Ort. Zunächst nutzten die zehn Atemschutzgeräteträger das Wasser der Tanklöschfahrzeuge für den gezielten Löscheinsatz. Gleichzeitig wurden zwei Versorgungsleitungen, zusammen 300 Meter, zu benachbarten Hydranten gelegt. Damit stand genügend Löschwasser zur Verfügung, sodass auch Drehleiter mit Wasserwerfer hätte eingesetzt werden können. Allerdings gelang es den Kräften schnell, die Flammen zu löschen. Dabei wurde auch Schaummittel eingesetzt.

Da große Teile des Dachbereiches geborsten und eingestürzt und auch Balken gebrochen waren, mussten die Feuerwehrleute teilweise durch den großen, offenen Zugang von außen den Brand löschen.

Nach einer Stunde und nach wiederholter Nachkontrolle mit der Wärmebildkamera war das Feuer gelöscht. Die Polizei nahm die Ermittlung zur Brandursache auf. Der herbeigeeilte Notfallseelsorger Lothar Volkelt wie auch die Besatzung des in Bereitschaft stehenden Rettungswagens brauchten nicht tätig zu werden.

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