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Norddeutsche Rundschau

17. August 2017 | 22:01 Uhr

Finnentag : Lager-Leben im Mini-Modell

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Bernd Hoffmann aus Hohenlockstedt hat ein Diorama des Lockstedter Lagers nachgebaut. Erstmals ist das Modell beim Finnentag am 27. und 28. Februar zu sehen.

Das Lockstedter Lager vor 100 Jahren – Bernd Hoffmann macht es erlebbar. Der 43-Jährige baut ein Modell der gesamten Anlage, in dem zur Kaiserzeit tausende Soldaten untergebracht waren. Zum kommenden Finnentag (27. und 28. Februar) soll das Werk erstmals im Kunsthaus M  1 gezeigt werden.

Die Idee, das Lager als Modell nachzubauen, stammt aus dem Verein für Kultur und Geschichte, wo Hoffmann Mitglied ist. Der Verein ist ein Hauptorganisator des Finnentages, der diesmal der Ankunft der finnischen Jäger vor 100 Jahren gewidmet ist (wir berichteten). Den vielen hundert Gästen, die am letzten Februar-Wochenende erwartet werden, sollte einmal der gesamte Lager-Komplex bildlich vor Augen geführt werden. Und Bernd Hoffmann war sofort dabei – weil er begeisterter Modellbauer ist und sich für die turbulente Geschichte des Ortes und des Lockstedter Lagers interessiert. „Es ist eine gute Sache, das Projekt zu unterstützen“, sagt Hoffmann. Einige Gebäude, die er jetzt nachbaut, kennt er noch aus seiner Jugend. Denn als Sechsjähriger kam er mit seiner Familie nach Hohenlockstedt. „In einigen Baracken, die später abgerissen wurden, habe ich noch mit Schulfreunden gespielt.“

Im November begann der gelernte Werkzeugmacher, der in Elmshorn im Prototypenbau beschäftigt ist, mit der Arbeit – anhand von alten Plänen aus dem Jahr 1915. Weitere Hilfsmittel waren Postkarten, die vor allem die Gebäude der Händler und Gaststättenbetreiber in der heutigen Kieler Straße zeigten. Denn Hoffmann will die Teile seines Modells so detailgetreu wie möglich herausarbeiten. Dafür sägt, spachtelt, malt und fräst er seitdem viele, viele Stunden in seiner Freizeit. „An manchen Tagen war ich von 6 bis 20 Uhr dabei“, sagt der leidenschaftliche Modellbauer. Zahlreiche Kasernengebäude, Straßen, Gebäude und 600 kleine Bäume zeugen bereits von seiner Arbeit– doch noch ist er nicht fertig. Und wird es auch nicht. Die Zeit bis zum Finnentag ist zu kurz, um das gesamte Modell mit allen Einzelheiten fertigzustellen. Deshalb wird Freitag und Sonnabend ein Teil fehlen. Nach dem Fest will Bernd Hoffmann dann weiter an dem Modell arbeiten.

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erstellt am 24.Feb.2015 | 05:10 Uhr

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